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Premiere: Ein gutes Stück Emanzipationsgeschichte

Von: Anke Hinrichs
Letzte Aktualisierung:
Das Theater Brand bringt Kinde
Das Theater Brand bringt Kindern ab drei Jahren mit Ottfried Preußlers Schauspiel „Die Dumme Augustine” ein gutes Stück Emanzipationsgeschichte näher. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Eine Clownsfamilie namens „August” gastiert zurzeit im Theater Brand und hat ihren Zirkus auch gleich mitgebracht. Dort tritt der dumme August als bester Clown weit und breit tagtäglich auf, während seine Frau, die dumme Augustine, mit ihren drei Kindern am heimischen Herd bleibt, die Kinder erzieht und den ganzen Haushalt mehr schlecht als recht schmeißt.

So könnte die Geschichte „Die dumme Augustine” auch enden, doch der Autor, Ottfried Preußler hat seinen Kinderbuchklassiker viel spannender erzählt, und das konnten sich Kinder ab drei Jahren jetzt bei der Premiere im Theater Brand anschauen .

Wenn der rote Vorhang den Blick auf die kleine Bühne des Brander Theaters frei gibt, eröffnet sich ein pittoreskes Panorama, das Kinder- wie Erwachsenenherzen höher schlagen lässt: Die Wohnstätte der Familie August, in Form eines blau-rot gepinselten Zirkuswagens, mit kleinem Tisch und Laufstall für den kleinsten Spross der Familie ist hier liebevoll von den Bühnenbildnern Robert Gerick und Otto Guba umgesetzt worden. Dort leben und arbeiten der dumme August und die dumme Augustine mit ihren drei Kindern Gugga (Viola Thissen), Guggo (Judth Barth) und Guggilein (Madita Thissen). Selbstredend steckt die ganze Familie in bunten Clownskostümen, Kostümbildnerin Marie Brühl schneiderte sie den Akteuren wunderbar auf den Leib.

Jeden Tag rüstet sich Vater August (Dagmar Gerick) hier für seinen Auftritt, Mutter Augustine (Kerstin Breuer) fällt unterdessen die Aufgabe zu, einen leckeren Kuchen für ihren Gatten zu backen, denn der liebt Süßes über alles. Doch es kommt, wie es kommen muss, der Karies bohrt sich in Augusts Zahn, der Clown muss zum Zahnarzt und kann nicht auftreten. Das versetzt den Zirkusdirektor (Marianne Schnell) natürlich in helle Aufregung, doch Augustine weiß Rat: schon lange träumt sie von einer eigenen Karriere beim Zirkus, so dass sie beschließt, ihren August würdig zu vertreten. Wie ihr das gelingt, wie sich ihr Leben ändert und wie glücklich die dumme Augustine wird, all das können die Kinder hautnah miterleben.

Beglückend für Papa und Mama

Damit transportiert das schon 1972 von Preußler geschriebene Kinderbuch ein gutes Stück Emanzipationsgeschichte, die zu der Zeit brandaktuellen Charakter hatte. „Die dumme Augustine” zeigt, wie sich Mann und Frau die Arbeit zu Hause und im Beruf teilen und wie beglückend das für beide sein kann.

„Kleinkindern zu vermitteln, dass auch die Mama oder der Papa nach der Elternzeit wieder gern arbeiten möchten, ist auch heute noch aktuell und wichtig”, sagt Regisseurin Wilma Gier.

Aufgeteilt ist das etwa 45-minütige Stück in sieben kleine Episoden, die von einem herrlich kostümierten und witzigen Zirkusdirektor wort-und gestenreich angekündigt werden. Dadurch verlieren die kleinen Zuschauer nie den Überblick und sind immer mitten drin im Geschehen.

Termine, Preise und Kartenvorverkauf

„Die dumme Augustine”, für Kinder ab drei Jahren, wird aufgeführt im Theater Brand, Freunder Heideweg 3, am Samstag, 16. und 30. April jeweils um 15 Uhr und am Sonntag 17. April und 1. Mai jeweils um 15 und 17 Uhr.

Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt sechs Euro.

Karten gibts im Vorverkauf in der Buchhandlung am Brander Markt, Tel: 0241/526251.
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