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Prächtige Adler gleiten tief über die Köpfe der Schüler hinweg

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
Kommt ein Vogel geflogen: Schu
Kommt ein Vogel geflogen: Schulleiterin Irmgard Braun bewies bei der Greifvogelschau gute Nerven und hielt dem gewaltigen Adler tapfer ihren Arm hin. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Eine spannende Greifvogelvorführung mit Gästen der Greifvogelstation Hellenthal, die Vorführung einer Hunderettungsstaffel sowie viele spannende Versuche und Vorträge sorgten für Abwechslung in der Maria-Montessori-Gesamtschule.

Zum ersten Mal gab es für die 1300 Schüler einen „Tag der Naturwissenschaften”. Schulleiterin Irmgard Braun und ihre Stellvertreterin Petra Cönen hatten das Programm mit den zehn Kollegen aus dem Naturwissenschaftsbereich entwickelt.

„Die Lehrer aus diesem Fachbereich hatten schon länger den Wunsch, die Naturwissenschaften verstärkt einzubinden. Kreatives, Kultur und Sport sind bei uns sehr beliebt und mit Theateraufführungen oder Wettbewerben stark vertreten”, erzählt Braun. Nach dem Wechsel in der Schulleitung sei man insgesamt daran interessiert, der Schule eine neue Ausrichtung zu geben. Der „NW-Tag” sei ein erster Schritt.

64 Angebote

Die Kinder und Jugendlichen nahmen die 64 Angebote und Workshops mit Begeisterung auf. Auch die Hochschulen und viele Eltern machten mit, um eine möglichst große Bandbreite zu bieten. „Die Palette reicht von Photovoltaik über den Bau von Wurfgleitern bis hin zu Liebe und Verhütung”, zählt Cönen auf.

Lehrerin Sabine Isenhardt hatte bereits im Vorfeld zu einem Fotowettbewerb eingeladen, der unter dem Motto „Natur schafft Wissen” stand. „Der Zuspruch war groß und unter den zehn besten Motiven sind zum Beispiel Tiere und Landschaftsaufnahmen.”

Für die älteren Schüler war die Präsentation von Studiengängen interessant. Hier wurden Pläne für die Zeit nach der Schule durchgespielt. Bei den Jüngeren kamen die Greifvögel und die Hunderettungsstaffel gut an, Hunderte Kinder bevölkerten bei den Vorführungen den Hof. Auch die Bauernhof-AG der Schule präsentierte sich.

Berno Simon vom Lehrstuhl für Reaktorsicherheit zeigte den Kindern mit einem Experiment, wie es zu einer Kernschmelze und Freisetzung von radioaktiven Strahlen wie in Fukushima kommen kann. Mit einer Thermoskanne veranschaulichte er, was dabei im Reaktor passiert. „Das finde ich sehr spannend, so kann man verstehen, was in Japan passiert ist”, sagt der zwölfjährige Mats Reinke.

Was ist ein schwarzes Loch? Wie funktioniert eigentlich ein Kraftwerk? Was passiert in einem Reaktor? Verständlich und praxisnah erhielten die Schüler Antworten auf solche Fragen. Eine Nebelkammer machte Strahlung sichtbar und zeigte, wie ein Atom zerfällt.

Viel los war auch am Stand vom Klimateam im Foyer: „Wir wollen den Umweltschutz an unserer Schule vorantreiben und zwar über den Unterricht hinaus”, betont Lehrer Ali Daccour, der gemeinsam mit Inge Gauglitz und drei weiteren Kollegen sowie insgesamt 23 Schülern aller Jahrgangsstufen das Klimateam bildet und in Sachen Umwelterziehung tätig ist.

Das Ziel: Klimaschule

Damit die Schule eine Zertifizierung als Klimaschule erhalten kann, sind verschiedene Maßnahmen notwendig”, erklärt Lehrerin Julia Gennet. Dazu gehört, im Schulalltag Energie zu sparen, Müll zu vermeiden beziehungsweise zu trennen und Klimaschutzprojekte aktiv voranzutreiben.

„Da wir schon ein Niedrigenergiehaus sind und über eine Solaranlage auf dem Dach verfügen, haben wir schon erste Anhaltspunkte auf diesem Weg. Zudem ist unser Gelände autofrei und wir freuen uns, dass viele Lehrer und Schüler mit dem Fahrrad zur Schule kommen”, schildert Braun.

„Wir werden uns nun überlegen, ob wir so ein Naturwissenschaftsfest nächstes Jahr wiederholen oder es zum Beispiel alle zwei Jahre veranstalten. Bei den Schülern jedenfalls scheint es gut angekommen zu sein und wir konnten viel Interesse wecken”, freut sich Cönen.
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