Polizei warnt vor Betrügern

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Aachen. Die Betrugsmaschen sind unterschiedlich, das Ziel ist immer gleich. Die Aachener Polizei warnt eindringlich vor betrügerischen Anrufern oder Schreibern, die versuchen, Kundendaten auszuspähen oder Geld zu erschleichen. Gerade in der Vorweihnachtszeit häuften sich solche Anrufe, berichtet Iris Wüster von der Pressestelle der Polizei.

Erst am Dienstag meldeten sich mehrere besorgte Bürger bei der Polizei, weil sie ein Fax in englischer Sprache erhalten hatten. Angeblich kam das Schreiben von einer Anwaltskanzlei. Im Text wird den Adressaten eine Erbschaft von 39 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt, wenn sie Kontakt mit dem Verfasser aufnehmen.

„Dies ist eine altbekannte Betrugsmasche“, warnt die Polizei. „Die Betrüger überzeugen die Opfer, ihnen Geld zu überweisen, damit das Erbe angetreten werden kann.“ Leider gibt es aber kein Erbe und das überwiesene Geld ist weg. Ähnliche Mails werden auch im Internet verschickt. Aus Sicht der Polizei kann deshalb nur gelten: „Bitte immer ein gesundes Misstrauen, insbesondere bei unbekannten Absendern, walten lassen!“

In der Aachener Region sind derzeit auch Betrüger aktiv, die sich als Mitarbeiter der Firma Microsoft ausgeben und ihren Opfern kostspielige wie nutzlose Servicepakete andrehen wollen.

Ein Aachener, der jüngst einen solchen dubiosen Anruf erhielt und misstrauisch wurde, wandte sich hilfesuchend an Microsoft Deutschland. Als Antwort erhielt er einen eindringlichen Rat der Microsoft-Privatkundenbetreuung: Solche Gespräche sofort unterbrechen und keinerlei Daten an die Unbekannten weitergeben!

Die Masche ist offenbar stets ähnlich. Der Anrufer spricht in der Regel Englisch mit indischem Akzent. Den Angerufenen schockt er mit der Behauptung, dessen Rechner werde zur Verbreitung von Trojanern und für Angriffe auf andere Systeme missbraucht. Dann bietet der Anrufer Unterstützung beim Säubern des Rechners an. „Wer darauf hereinfällt und dem Anrufer über ein Fernwartungstool Zugriff auf den Rechner gewährt, wird im späteren Gesprächsverlauf darauf hingewiesen, die Dienste des Anrufers zu bezahlen“, warnt Microsoft. „Die vermeintlichen Techniker fragen meistens nach den Kreditkartendaten, um einen bestimmten Betrag abzubuchen.“ Ausdrücklich betont das Softwareunternehmen: „Seitens Microsoft werden nie Kunden in irgendwelcher Form proaktiv angerufen.“

Bei der Aachener Polizei sind nach Angaben von Iris Wüster bisher keine Anzeigen gegen die angeblichen Microsoft-Anrufer eingegangen. „Aber man kann nicht oft genug vor solchen Betrügern warnen“, sagt Wüster.

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