Aachen - Politnachwuchs hat Blut geleckt

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Politnachwuchs hat Blut geleckt

Von: Jan Mönch
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Verstehen sich gut, obwohl sie unterschiedlichen politischen Lagern angehören: Benjamin Fadavian (l.) und Phillip Eischet. Foto: Harald Krömer

Aachen. Kommen Vertreter unterschiedlicher politischer Lager sich zu nahe, dann wird das mitunter durchaus mit Argwohn beobachtet. Die Erfahrung haben auch Benjamin Fadavian und Phillip Eischet schon gemacht.

Fadavian gab jüngst seinen Vorsitz bei den Juso-Schülern ab, Eischet stellte sich als Vorsitzender der Schüler-Union nicht mehr zur Wahl. Und während sich noch zeigen muss, ob und wie gut ihre beiden Nachfolger - Andor Schmitz und Daniel Morkisch - miteinander warm werden, verbindet den Sozial- und den Christdemokraten mittlerweile ein durchaus freundschaftliches Verhältnis. „Da wurde dann auch schon mal nachgefragt. Ist ja auch legitim”, findet Fadavian.

Legitim findet er es aber auch, mit dem politischen Widerpart gut zurechtzukommen. Denn inhaltlich sind der Rote und der Schwarze sich längst nicht immer grün. Das fängt bei den Kopfnoten an, die von Benjamin Fadavian ablehnt und von Phillip Eischet befürwortet werden. Umgekehrt verhält es sich bei der Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems: Fadavian ist dafür, Eischet dagegen.

Mit ihren Vorsitzenden haben Juso-Schüler und Schüler-Union zugleich ihren jeweiligen Gründer verabschiedet. Denn bevor Benjamin Fadavian im August 2007 und Phillip Eischet im Mai 2008 an die Spitze ihrer Organisationen gewählt wurden, hatte es diese nicht gegeben. Wieso eigentlich nicht? „Genau das habe ich mich damals auch gefragt”, erinnert sich Benjamin Fadavian. „Es herrschte wohl eine gewisse Politikmüdigkeit.”

Und auch wenn diese gerade der jungen Generation nach wie vor nachgesagt wird, herrscht zwischen den beiden ambitionierten Jungpolitikern parteiübergreifende Einigkeit darüber, dass Besserung spürbar ist. Und außerdem zählbar. Auf rund 100 Mitglieder kommt nach nur anderthalb Jahren Bestehen die Union.

Etwa 40 bis 50 Beteiligte nehmen sich unter dem Banner der SPD der Belange von Aachens Schülern an - weil dafür keine feste Mitgliedschaft notwendig ist, kann Fadavian diese Zahl nur schätzen. Mit dem Engagement in jungen Jahren haben die zwei jedenfalls Blut geleckt.

Der erst 19 Jahre alte Fadavian engagiert sich nach seinem Abitur am Einhard-Gymnasium und neben seinem Zivildienst an der Gesamtschule Brand als Mitglied im Betriebsausschuss des Stadtbetriebs, als Geschäftsführer der Jusos sowie als stellvertretender Vorsitzender der SPD Burtscheid. Und der noch zwei Jahre jüngere Eischet, dessen Abitur am Pius-Gymnasium noch bevorsteht, sitzt im Schulausschuss und ist Landesvorsitzender der Schüler-Union.
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