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Politischer Aschermittwoch der CDU: Laschet will kein Schwarz-Grün für NRW

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:
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Fisch und dazu ein Happen Politik: von links der Brander CDU-Chef Herbert Hilgers, die stellvertretende Kreisvorsitzende Claudia Cormann, Europaabgeordnete Sabine Verheyen, Fraktionschef Harald Baal, Vorsitzender Armin Laschet und OB Marcel Philipp. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Natürlich: Auf die heiß geliebte Bockwurst mit Fritten verzichtete Christdemokrat Armin Laschet am Aschermittwoch. Statt der deftigen Mahlzeit, die sich der NRW-Minister bei den vergangenen Parteiveranstaltungen stets servieren ließ, gab es Fisch. Ganz nach Laschets Geschmack waren denn auch die Ergebnisse der jüngsten Wahlen.

Die wollte der Vorsitzende der Aachener CDU beim politischen Aschermittwoch der Partei im Brander Restaurant Königs in Erinnerung rufen. „Vor einem Jahr”, sagte er also, „hatten wir in Aachen keinen Bundestagsabgeordneten, keine Europaabgeordnete, keinen Oberbürgermeister und keine Mehrheit im Rat.” Bekanntlich hat sich das geändert - und entsprechend selbstbewusst präsentierte sich die CDU.

Mit Blick auf die Landtagswahl warnte Laschet allerdings vor Überheblichkeit: „Wenn Sie die Umfragen sehen, wird das alles andere als ein Selbstläufer.” Sich jetzt bereits auf einen Koalitionspartner festzulegen, empfindet der Minister als unsinnige Farbenspielereien. „Wir brauchen vorab nicht Schwarz-Grün an die Wand zu malen”, sagte Laschet. Das funktioniere zwar in Aachen gut, im Land aber gebe es reichlich Dissens zwischen Grünen und CDU. An die FDP war folgenden Botschaft adressiert: „Die muss langsam mal lernen, dass sie der kleinere Partner ist. Der Schwanz wackelt nicht mit dem Hund.” Die Liberalen müssten lernen: „Steuersenkungen kann man sich nur leisten, wenn man das Geld dafür hat.”

Dass auch die jüngsten Äußerungen von FDP-Chef Guido Westerwelle Wogen bis nach Brand geschlagen hatten, war zuvor bei der Rede von Herbert Hilgers, Vorsitzender der CDU-Brand, deutlich geworden: „Man kann nicht alle Menschen, die auf Hilfeleistungen angewiesen sind, verurteilen. Ich hätte dem Vizekanzler mehr zugetraut.” Nicht viel zu erwarten sei dagegen von der SPD. Laschet kam zu dem Schluss, dass bei den Sozialdemokraten keiner mehr wisse, wie es an der Basis aussieht: „Das sind mittlerweile nur noch Lehrer und Akademiker, keiner hat einen ehrlichen Beruf erlernt.”

Die größte Gefahr drohe aber von ganz links. Laschet: „Das wird der große Kampf werden, auf den wir uns einstellen müssen.” Es gelte unbedingt zu verhindern, dass die Linke nach den Wahlen erstmals im NRW-Landtag sitzt. Nicht zuletzt, „weil jeder - auch in Berlin - sagt: Die Linke in NRW ist besonders bekloppt.”, so Laschet. Forderungen wie das „Recht auf Rausch” machten das offensichtlich.

Das Wichtigste sei für die CDU aber der Anspruch an sich selbst. Das sagte Karl-Albert Eßer. Der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, Bezirk Aachen, begründete wie folgt: „Als mittlerweile einzige Volkspartei sind wir verantwortlich für alle Menschen.”
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