Politiker sagen Nein zu den Pfandringen

Von: gei
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Aachen. Während sich Städte wie Köln oder Bamberg für einen testweisen Versuch mit sogenannten Pfandringen ausgesprochen haben, bleiben Aachens Politiker mehrheitlich bei ihrem Nein zu solchen Ablagestellen für Pfandflaschen.

Insbesondere UWG-Ratsherr Horst Schnitzler wollte die Sammelstellen auch in Aachen etablieren, um Flaschensammlern das unwürdige Wühlen im Müll zu ersparen. Zugleich sprach er sich für spezielle Ablagestellen von verpackten Essensresten („Doggybags“) aus, an denen sich arme Menschen leichter bedienen könnten.

Während Letzteres schon aus hygienischen Gründen rundweg abgelehnt wurde und einen regelrechten Sturm der Entrüstung bei der politischen Konkurrenz auslöste („menschenverachtend“), entspann sich um die Pfandringe eine längere Diskussion. Wie bereits in der vorhergehenden Diskussion von den Grünen angeregt, konnten sich nun auch die Sozialdemokraten zumindest einen Testversuch an markanten Stellen in der Innenstadt mit Pfandringen vorstellen.

Dort sollen Pfandflaschen abgestellt und den Sammlern überlassen werden. Doch selbst für einen Testlauf, dem sich auch die Piraten anschlossen, fand sich am Ende keine politische Mehrheit.

Pfandringe hätten keinen sozialen Effekt, kritisieren die Gegner aus Reihen von CDU, FDP und Linken. Und man wolle keine „Almosengesellschaft“.

Vor allem die CDU sorgt sich zudem um das städtische Erscheinungsbild und fürchtet, dass sich an Pfandringen letztlich nur mehr Müll ansammle. Die Verwaltung ist zudem überzeugt, dass auch Pfandringe niemanden abhalten, weiter im Müll nach Verwertbarem zu suchen.

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