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Politiker in Sorge wegen Naziparolen im Südraum

Von: Werner Breuer
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Rechtsextreme bei einer Demo. Foto: dpa

Aachen. Tummeln sich Rechtsextreme vermehrt im Stadtbezirk Kornelimünster/Walheim? „Der Bezirk ist nicht stärker belastet als andere auch”, verkündete Udo Bertram vom Kriminalkommissariat Vorbeugung am Mittwoch in der Bezirksvertretung.

Vor allem die örtlichen Sozialdemokraten hatte die Sorge umgetrieben, die „Kameradschaft Aachener Land” sei im Südraum besonders aktiv. In der Vergangenheit waren wiederholt Naziparolen aufgetaucht. Insgesamt neun „Propagandadelikte” registrierte die Polizei in Aachens südlichstem Stadtbezirk.

Dass der Name eines jungen Mannes in Verbindung mit dem Zusatz „wir kriegen Dich” an ein Buswartehäuschen geschmiert werde, versteht SPD-Bezirksvertreter Bernd Krott als allerdings eher als Bedrohung. Im polizeilichen Sinne sei es das allerdings nicht, erklärte Bertram, dafür sei eine solche Aussage noch zu unklar. „Juristisch geht das mehr in Richtung Sachbeschädigung.”

Krott hingegen befürchtet eine „neue Strategie” der Rechtsextremen, die „Nazigegner nun persönlich angehen” würden. Gelernt haben sie das nach Ansicht des Polizei-Vertreters Bertram von Linksextremen. „Die haben das von der Antifa abgeguckt”, meint Udo Bertram.

Die Stirn bieten

Einig zeigten sich die Bezirksvertreter darin, dem braunen Spuk die Stirn zu bieten. „Wir haben als Demokraten immer dagegen gestanden”, so Bernd Krott, „vielleicht sind es deshalb ja auch nur neun Propagandadelikte.”
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