Aachen - Politik-Planspiel am Inda-Gymnasium: Zum Schluss eine Ratssitzung

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Politik-Planspiel am Inda-Gymnasium: Zum Schluss eine Ratssitzung

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
Oberbürgermeister Marcel Phil
Oberbürgermeister Marcel Philipp höchst persönlich leitet die simulierte Ratssitzung im Ratssaal, mit der das kommunalpolitische Planspiel am Inda-Gymnasium zu Ende geht. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Oberbürgermeister Marcel Philipp hatte offensichtlich seine Freude, als er die Schüler des Inda-Gymnasiums zu einer simulierten Ratssitzung im Rathaus begrüßte. „Eigentlich müssten Sie bei Ihren Redebeiträgen aufstehen”, erklärte er gleich zu Beginn.

Trotzdem durften die Jugendpolitiker sitzen bleiben. „Wir wollen das hier ja möglichst locker über die Bühne bringen”, so Philipp.

Ansonsten aber lief alles so ab wie in jeder anderen Ratssitzung auch. Anträge formulieren, die eigenen Standpunkte vertreten und Beschlüsse fassen: Das hatten die Oberstufen-Schüler des Inda-Gymnasiums bei einem kommunalpolitischen Planspiel gelernt, dass der Ring politischer Jugend unter Federführung von Tobias Tillmann an ihrer Schule organisiert hatte. Entsprechend gut vorbereitet waren die Jugend-Politiker, als es in der simulierten Ratssitzung dann ernst wurde.

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Eröffnung der Sitzung, Genehmigung der Niederschrift, Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner. Philipp folgte strikt der Tagesordnung und warf hier und da eine zusätzliche Erklärung ein. Dann bekamen die Schüler Gelegenheit, die Anträge ihrer jeweiligen Fraktion vorzustellen.

Die Jugend-CDU machte sich unter anderem für ein Strandbad an der Inde stark. Das Freizeitangebot sei im Verhältnis zur Zahl der Einwohner Aachens sehr gering. Das einzige Freibad sei im Sommer überfüllt. Aufgrund hoher Investitionskosten eines neuen Freibades sei es zu empfehlen, natürliche Ressourcen zu nutzen, hieß es unter anderem in der Antragsbegründung. Eine Einschätzung, die die Grünen nicht teilten. Sie halten den „Eingriff in ein Biotop, das von vielen Arten bevölkert wird”, für kaum vertretbar. Letztendlich sprach sich die Mehrheit des Jugendrats gegen das ehrgeizige Projekt in Kornelimünster aus. „Damit wird der Antrag also nicht weiter verfolgt”, stellte Marcel Philipp fest.

Weitere Anträge der Jugend-Politiker befassten sich mit der Schaffung studentischer Wohnräume, mit einem modernen Energiekonzept und einer Aktionswoche für Integration und Rechtsextremismus. An interessanten Themen mangelte es den Jugendlichen offensichtlich nicht.

Laut Koordinator Tobias Tillmann kam das Planspiel bei den Schülern gut an. „Sie waren beeindruckt von der Atmosphäre im Ratssaal und fanden es interessant, einen Einblick in die Kommunalpolitik zu bekommen”, so Tillmann. Denn die werde in der Schule ja kaum thematisiert. Entsprechend spannend hätten es die Schüler gefunden, die Arbeit der Politiker und insbesondere der Verwaltung kennenzulernen.
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