Aachen - Plan für den Radschnellweg: In 15 Minuten von Richterich zum Dom

Star Wars Alden Ehrenreich Solo Freisteller Kino

Plan für den Radschnellweg: In 15 Minuten von Richterich zum Dom

Von: Rolf Hohl
Letzte Aktualisierung:
9984371.jpg
Die Grünen in Aachen und Herzogenrath setzen auf Radschnellwege: von links Wilfried Fischer, Elisabeth Paul, Walther Mathieu und Bernd Fasel, Fraktionssprecher der Grünen in Herzogenrath. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Aachen verdient die Bezeichnung Verkehrsknotenpunkt. Dies vor allem deswegen, weil sich der Verkehr im und um den Alleenring regelmäßig, nun ja, verknotet. Damit sich daran etwas ändert, wollen die Grünen aus Stadt und Städteregion mit einer Aktionswoche auf das Projekt „Radschnellweg Aachen-Herzogenrath“ hinweisen.

Die Idee, Aachen und Herzogenrath mit einem Radschnellweg zu verbinden, war bei einem NRW-Landeswettbewerb als einer von fünf Siegern hervorgegangen.

„In 15 Minuten von Richterich zum Dom, kostenlos parken und das auch noch abgasfrei“, verspricht der Flyer der Grünen. Dass ein Netz aus Radschnellwegen durchaus realistisch ist und funktionieren kann, davon ist Elisabeth Paul überzeugt. „In den Niederlanden hat man bereits gute Erfahrungen mit solchen Wegen gemacht“, sagt die dritte stellvertretende Städteregionsrätin.

Bürger sollen mitplanen

Geplant ist für Aachen aber zunächst einmal ein Pilotprojekt. Das Radschnellwegenetz soll vorerst Herzogenrath, Kerkrade, Heerlen, Kohlscheid, Laurensberg und Aachen miteinander verbinden. Wo genau die Fahrradspuren verlaufen sollen, steht noch nicht fest und soll in den kommenden Monaten mit den Bürgern erarbeitet werden. Nach konservativen Schätzungen könnten aber bereits durch dieses Projekt rund 1700 Autofahrten pro Tag eingespart werden, wie Elisabeth Paul erklärt.

„Uns geht es darum, erstmalig ein völlig neues Verkehrssystem zu etablieren“, sagt Wilfried Fischer, der mobilitätspolitische Sprecher der Grünen im Aachener Stadtrat. Vielen Leuten sei es auf dem Rad oder dem immer beliebter werdenden Elektrofahrrad schlicht zu gefährlich geworden im dichten Straßenverkehr.

Auch Walther Mathieu, Ratsherr der Grünen in Herzogenrath, sieht derzeit zu viele Hindernisse wie Kreuzungen und Ampeln für einen fließenden Fahrradverkehr. „Im Gespräch mit den Leuten zeigt sich aber eine klare Zustimmung für das Projekt“, sagt er. Auf politischer Ebene sei man bisher ebenfalls auf positive Reaktionen gestoßen. In Herzogenrath wurden sämtliche Entschlüsse zu dem Projekt bisher einstimmig beschlossen, und auch in Aachen zeichne sich ein breiter Konsens zwischen CDU, SPD, Grünen und FDP ab, wie Elisabeth Paul bestätigt.

Für die Städteregion, die den Radschnellweg federführend plant, wird es nun in die Detailarbeit gehen. Konkret heißt das, die genaue Trassenführung mit den Anwohnern auszuarbeiten. Diese soll über weite Stecken den Bahndämmen folgen, damit die neuen Wege möglichst steigungsarm und komfortabel gestaltet werden können. Geplant ist die Trasse mit zwei Fahrradspuren – je eine in jede Richtung –, sowie einem Gehweg für Fußgänger.

Die Kosten für das Projekt werden zu 80 Prozent vom Land NRW getragen. Von den restlichen 20 Prozent übernimmt die Städteregion die Hälfte. Jetzt wird es darum gehen, die Bürger für den Radschnellweg zu gewinnen. Am Sonntag, 10. Mai, 10.30 Uhr, startet am Bahnhof in Herzogenrath eine Radtour nach Aachen auf dem geplanten Streckenverlauf. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert