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Pläne für Gasborn und Promenadenstraße stoßen auf Ablehnung

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Recht ungehalten reagierten die Anwohner auf die Pläne der Stawag und der Stadt, die die Straßen Gasborn und Promenadenstraße ab dem 26. August in eine Baustelle verwandeln wollen.

Warum im Gasborn ausgerechnet jetzt das Gebäude der alten Staatsanwaltschaft mit Fernwärme versorgt werden soll, ist ihnen ebenso unklar wie die Versorgung der Promenadenstraße mit neuen Gas- und Wasserleitungen. Die benachbarte Baustelle des in Aquis Plaza umgetaufte Kaiserplatzgalerie schaffe schon jetzt enorme Probleme. Zusätzliche Belastungen seien kaum noch zu verkraften.

Dennoch werden sich die Anlieger damit abfinden müssen. Und darüber zeigten sie sich sehr erbost. Sie wären gerne schon im Vorfeld in die Planungen miteinbezogen worden, um vor allem bei der späteren Gestaltung der Promenadenstraße ein Wörtchen mitzureden. Die nämlich soll neu gestaltet werden, nachdem die Versorgungsleitungen erneuert wurden.

Dass sich die Politiker in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte dabei für Asphalt als neuen Straßenbelag entschieden haben, stieß bei den Anwohnern, die sich im Novotel in der Peterstraße von Stawag und Stadt informieren ließen, auf heftige Kritik. Sie würden das alte Kopfsteinpflaster gerne erhalten. Laut Verkehrsplaner Uwe Müller sorge das aber zum einen für unzumutbare Lärmbelästigungen, zum anderen ist es auch für Radfahrer ungeeignet. Die sollen in Zukunft gemeinsam mit den Autofahrern auf derselben Fahrbahn fahren. Der Fahrradweg neben dem Fußgängerweg fiele damit weg. Das sei sicherer, begegnete Uwe Müller der Kritik einer Anwohnerin. Die meisten Unfälle geschehen zwischen Radfahrern und Fußgängern.

Die Anwohner zeigten sich wenig begeistert von dem, was ihnen Stawag und Stadt vorstellten. Rund 50 Parkplätzen würden insgesamt während der Bauarbeiten wegfallen, rechneten sie den Planern vor, wobei sie die Baustelle für das Aquis Plaza mit einrechneten. Dennoch können sie für die Zeit der Bauarbeiten am Gasborn und in der Promenadenstraße nicht mit kostenlosen Tickets für eines der benachbarten Parkhäuser rechnen. Daran ließen die Planer keinen Zweifel. Dafür gebe es zu viele Baustellen im innerstädtischen Bereich. Und alle hätten eine ähnliche Problematik zur Folge.

Auch dass die Synagoge mit Pollern vor Anschlägen gesichert werden soll, nahmen die Anwohner nur zähneknirschend zur Kenntnis. Als Konsequenz nämlich fällt ein Großteil der dortigen Fahrradständer weg. Bei Kleinigkeiten aber bleibt ihnen vielleicht ein kleines Mitspracherecht. So regten sie an, die geplanten Pflanzenbeete in Hochbeete zu verwandeln, und fanden dabei durchaus Gehör.

Bis Weihnachten fertig

Beginn der Bauarbeiten im Gasborn ist der 26. August. Die Stawag wird mit den Arbeiten auch an der Promenadenstraße bis schätzungsweise Weihnachten fertig sein. Danach beginnt die Stadt mit der Neugestaltung der Promenadenstraße, die zwischen vier und sechs Wochen dauern soll.

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