„Pinipas Abenteuer“: Buchdruck über „Crowdfunding“ finanziert

Von: Leandra Kubiak
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Finanzieren ihr Kinderbuchüber eine Online-Plattform: Autor Martin Grolms und Illustratorin Annika Kuhn. „Pinipas Abenteuer ist ihr erstes gemeinsames projekt nach dem Studium. Foto: Harald Krömer

Aachen. Der Anstoß für ein gemeinsames Projekt ergab sich zufällig: Martin Grolms und Annika Kuhn lernten sich in Aachen auf einer Party kennen. Im Gespräch stellte sich heraus, dass beide gebürtig aus Wesel stammen, für das Studium nach Aachen zogen und sich nach dem Studium selbstständig machten.

Schnell war die Idee geboren, gemeinsame Sache zu machen. Der erste Austausch ist heute drei Jahre her. Inzwischen haben die beiden gemeinsam das Kinderbuch „Pinipas Abenteuer“ fertiggestellt: Martin Grolms verfasste den Text und Annika Kuhn zeichnete die Illustrationen.

Bisher existiert nur ein einziges Exemplar, das die beiden als Anschauungsobjekt drucken ließen. Ein Verlag, der das Buch herausbringt, ließ sich nicht finden. So entwickelten die beiden Unternehmer die Idee, das Buch selbst zu verlegen und den Druck über das sogenannte „Crowdfunding“ zu finanzieren. Dabei wird ein Projekt auf einer Online-Plattform vorgestellt und Personen, denen das Projekt zusagt, haben die Möglichkeit, es finanziell zu unterstützen. Als Gegenleistung gibt es sogenannte „Dankeschöns“, die, gestaffelt nach Geldwert, an die Unterstützer verteilt werden. Das Ziel, das sich die Unternehmer gesteckt haben, ist, binnen 34 Tagen 3900 Euro zu sammeln – um von diesem Geld schließlich 1000 Exemplare des Buches in Druck zu geben.

Die Idee, ein Kinderbuch zu schreiben, kam Martin Grolms schon vor einigen Jahren. Der zweifache Vater arbeitet als Redakteur im Bereich Marketing. „In meinem Beruf muss ich komplizierte Sachzusammenhänge einfach erklären“, sagt Grolms. Daher sei auch für das Kinderbuch schnell klar gewesen, dass es einen komplizierteren Gegenstand einfach und kindgerecht darstellen soll, berichtet er.

Bald war dann auch die Titelfigur geboren: die abenteuerlustige Pinipa. „Der Hauptfigur sollten keine Grenzen gesetzt sein“, erklärt Annika Kuhn. „Pinipa kann Zeitreisen machen oder sich in einer Seifenblase fortbewegen“. Das Buch ist eine Mischform aus Sach- und Bilderbuch. Es richtet sich an Kinder zwischen fünf und zehn Jahren und eignet sich als Vorlese-, aber auch als Selbstlesebuch. Und genau hier liegt das Problem, dass sich kein Verlag finden ließ. „Das Buch passt in keine Sparte hinein!“, sagt Martin Grolms.

Das Thema des Buches ist Deutschland mit seinen verschiedenen Regionen und Sehenswürdigkeiten. Die Protagonistin startet am Niederrhein und reist dann in 20 Kapiteln als „Seifenblasenpilotin“ und als „Papierschiffmatrosin“ einmal quer durch das Land. Halt macht sie zum Beispiel in Hamburg, auf Rügen, in Berlin und in München. Vom Bodensee aus reist Pinipa auf dem Rhein wieder zurück zu ihrem Startpunkt. Schon jetzt sind für „Pinipas Abenteuer“ Fortsetzungen geplant. Jedes weitere Buch könnte dann ebenfalls einen Wissensbereich behandeln.

Ob Martin Grolms und Annika Kuhn ihr Crowdfunding-Ziel erreichen, ist noch offen. Die Finanzierung über die „Crowd“ startete am 20. Oktober. Bereits am zweiten Tag kamen mehr als 1700 Euro zusammen. Und auch eine ISBN-Nummer hat das Buch schon. Die Geschichte um Pinipa kann also schon jetzt in der Buchhandlung bestellt werden.

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