Aachen - Phillip Eischet und Andor Schmitz jetzt sachkundige Bürger

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Phillip Eischet und Andor Schmitz jetzt sachkundige Bürger

Von: Christopher Gerards
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In der Politik sind sie längs
In der Politik sind sie längst alte Hasen: Andor Schmitz (SPD) und Phillip Eischet Foto: Ralf Roeger

Aachen. Berufspolitiker werden? Da winkt Phillip Eischet (CDU) ab. Er will lieber in die Wirtschaft gehen, studiert daher Betriebswirtschaftslehre in Vallendar. „Ich würde dann wohl eher Jura studieren, in der CDU sind ja viele Juristen”, sagt er lachend.

Einen Posten im Parlament könnte Andor Schmitz sich schon eher vorstellen. Und - siehe da - der 21-Jährige hat gerade begonnen mit seinem Jura-Studium in Trier. Auf die schwarzen Bänke im Deutschen Bundestag dürfte es den jungen Aachener aber nicht verschlagen. Denn Schmitz ist SPD-Mitglied.

Aber wie sein CDU-Freund Eischet, 19, ist Schmitz in den letzten Jahren die Karriereleiter in Sachen Politik steil empor geklettert: Er führte die SPD-Schülerorganisation „Juso-Schüler” in Aachen an, Eischet die „Schüler Union” in NRW, die CDU-Schülerorganisation. Nun ist jedoch Schluss mit den Posten in der Schülervertretung. Weil Schmitz und Eischet ihr Abi in der Tasche haben.

Zeit für einen Rückblick: Phillip Eischet war 14, als er die Politik für sich entdeckte. „Ich habe bei einem Debattierwettbewerb gemerkt, dass es Spaß macht, mit Leuten über politische Themen zu diskutieren.” Also besorgte sich der ehemalige Schüler des Pius-Gymnasiums verschiedene Parteiprogramme, landete schließlich im bürgerlichen Lager. Zu 100 Prozent habe er mit keiner Partei übereingestimmt, die größte Schnittmenge war aber bei der CDU.

Gerhard Schröder, der bisher letzte SPD-Kanzler, befand sich mitten im Wahlkampf, als Andor Schmitz 2005 beschloss, in die Politik hineinzuschnuppern. Er helfe eben gerne, habe einen „ausgesprochenen Gerechtigkeitssinn”, meint der Fußball-Schiedsrichter. Und seine Überzeugungen hätten letztlich am besten zu den Sozialdemokraten gepasst.

Aber Schiri Schmitz pfeift auf Parteigrenzen. „Politik besteht aus Kompromissen”, meint er. Mit Eischet jedenfalls versteht er sich richtig gut, privat, und auch in einigen politischen Fragen. Die beiden trafen sich in den letzten Jahren zwar des Öfteren als Konkurrenten in der politischen Arena, doch hier und da kämpften die Nachwuchspolitiker auch Seite an Seite - etwa gegen den Stundenausfall an Schulen.

„Den Spaß nie verlieren”

Trotz aller Politik: Schmitz, ehemaliger Schüler des St. Leonhard-Gymnasiums, und Eischet wissen, dass auch andere Dinge zählen. „Die Politik hat in meinem Leben einen sehr großen Raum eingenommen”, sagt Schmitz, „aber ich habe mein Leben nicht vergessen.” Eischet: „Man sollte auch nie den Spaß an der Politik verlieren. Bei uns in der Schüler-Union haben wir es immer mit dem Motto gehalten: Party and Politics.”

Heute engagieren sich der Rote und der Schwarze als Sachkundige Bürger in der Kommunalpolitik. Auch hier hat CDU-Mann Eischet eine klare Meinung, was die Kollegen von der SPD um Schmitz betrifft: „Ich glaube, dass Aachen mit einer schwarz-roten Koalition besser dran wäre als mit Schwarz-Grün.
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