Aachen - Philipp dünnt die Liste der Baustellen deutlich aus

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Philipp dünnt die Liste der Baustellen deutlich aus

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
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So sah es vor einem Jahr in der Krämerstraße aus, und so soll es nächstes Jahr nicht schon wieder aussehen: Die dort nötige Kanalsanierung soll entweder unterirdisch erfolgen oder frühestens 2015 in Angriff genommen werden. Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Wir wissen jetzt, wo die Schmerzgrenze der Bürger ist“, hat Oberbürgermeister Marcel Philipp vergangene Woche im „Nachrichten“-Interview erklärt. Er sprach damit den vielfach geäußerten Ärger über die Baustellen in Aachen an.

Jetzt zieht er die Konsequenzen: Bei der jüngsten Zusammenkunft der Verwaltungsspitzen hat er darauf gedrängt, die Bauvorhaben für die kommenden zwei Jahre deutlich auszudünnen.

„Die Zahl der Baustellen soll übersichtlicher werden“, sagt Stadtpressesprecher Hans Poth. So soll die kürzlich im oberen Bereich fertiggestellte Hartmannstraße nach dem Willen des OB keinesfalls vor 2015 weitergebaut werden. Und auch die Kanalsanierung in der Elisabethstraße würde er am liebsten bis 2015 zurückstellen. Das Problem dort: Der Kanal ist uralt, niemand weiß, wie lange er noch hält. Geprüft wird nun, ob er unabhängig vom Anschluss zur unteren Hartmannstraße (Höhe Tourist-Info) erneuert werden kann.

Und auch die für das neue Jahr geplante Kanlsanierung in der Krämerstraße soll um zwei Jahre verschoben werden – es sei denn, der Bau kann unterirdisch erfolgen. Die Fußgängerzone zwischen Dom und Rathaus kann somit im Karlsjahr 2014, in dem zugleich die nächste Heiligtumsfahrt ansteht, frei von Baustellen bleiben.

Kein sichtbarer Effekt

„Es gibt ein paar Stellen in der Innenstadt, die mit Rücksicht auf die Bürger und die Einzelhändler zurückgestellt werden“, sagt Poth. Doch ganz kann auch der Oberbürgermeister die Baustellen nicht abschaffen. Da das Kanalnetz in der Innenstadt ein kritisches Alter erreicht hat, sind in weiten Teilen hohe Investitionen nötig. Das Ärgerliche an den für die Sanierung nötigen Baugruben sei, dass sie zwar sehr lange für Behinderungen sorgen, am Ende aber keinen sichtbaren Effekt hätten.

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