Sporter des Jahres Freisteller Sportlerwahl Sportlergala Freisteller

Pfarrkirche St. Donatus gerät allmählich aus den Fugen

Von: Georg Dünnwald
Letzte Aktualisierung:
branderdom_bu
Die Nordsseite ist noch nicht saniert. Jetzt hofft Pfarrer Ralf Freyaldenhoven, dass die fehlenden knapp 80.000 Euro von spendenfreudigen Bürger bereit gestellt werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Der Brander Dom gerät aus den Fugen. „Wir hatten gedacht, wir könnten die ausgewaschenen Fugen an St. Donatus erneuern und dann wäre wieder alles in Ordnung”, sagt Pfarrer Ralf Freyaldenhoven. Aber Pustekuchen.

Während der Arbeiten an der Fassade des 126-jährigen Kirchengebäudes stellten die Handwerker fest, dass der Mörtel nicht mehr lange halten wird. Als vor Jahren schon mal restauriert worden war, ist gepfuscht worden. Freyaldenhoven: „Die Verfugung war nicht sachgemäß behandelt worden. Sie ist quasi nach dem Einfugen sofort verbrannt. Der feste Kontakt zum Mauerwerk fehlte”, verdeutlicht der Pfarrer und zeigt das Ergebnis.

Er kratzt ein wenig an der Verfugung und hält ein Stückchen festen Mörtel in den Hände, dahinter ist ein bisschen Sand.

Der Pfusch vergangener Jahre bedeutet nun für die Gemeinde und auch das Bistum höhere Kosten. Statt veranschlagter 154.000 Euro Kosten mit einem Eigenanteil von 61.600 Euro müssen jetzt 453.000 Euro für die Sanierung aufgebracht werden. Das Bistum schießt 274.400 Euro aus Kirchensteuermitteln zu, die Gemeinde muss also knapp 180.000 Euro stemmen.

„Das ist viel Geld”, meint Freyaldenhoven, „aber es ist auch zu schaffen”. Nämlich dann, wenn die Brander bereitwillig ihre Portemonnaies öffnen und ihre Obolus beisteuern. Die Bezirksvertreter haben schon tief in die Tasche gegriffen und stellten aus bezirklichen Mitteln 7500 Euro zur Verfügung. Aus Rücklagen und den Spenden haben die Kirchenvorstandsmitglieder viel Geld freigegeben, zurzeit fehlen noch 78.344 Euro. Die Gemeinde hat auf ihrer Homepage ein Spendenbarometer eingerichtet, das täglich aktualisiert wird. Immerhin sind seit Jahresbeginn mehrere Einzelspenden eingegangen, die Gläubigen, die zur Sonntagsmesse kommen geben auch gerne. Und der Pfarrer ist guter Dinge, dass die benötigte Summe erreicht wird.

Südseite fertig

Die Südseite von St. Donatus ist bereits erledigt, auch die Bausteine wurden gereinigt. Jetzt ist ein Teil der Nordseite eingerüstet und wird nach und nach gereinigt und neu verfugt.

Der Pfarrer: „Wenn wir nicht so konsequent von Grund auf sanieren würden, müssten wir in vier oder fünf Jahren wieder ran. Dann würden die Leute mit Recht fragen, warum wir Geld verplempert hätten.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert