Aachen - Peter van den Brink kann nun für das Jahr 2020 planen

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Peter van den Brink kann nun für das Jahr 2020 planen

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
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Der Vertrag von Peter van den Brink, Leiter des Suermondt-Ludwig-Museums, wurde um fünf Jahre verlängert. Foto: M. Jaspers

Aachen. Nach Monaten der Ungewissheit kann Peter van den Brink, Leiter des Suermondt-Ludwig-Museums, weiter in Aachen planen. Sein Ende des Jahres auslaufender Vertrag soll für weitere fünf Jahre verlängert werden. Dies sieht ein Kompromissvorschlag vor, der am Donnerstag in einer von der Stadt einberufenen Einigungsstelle eine Mehrheit gefunden hat.

Sowohl van den Brink als auch Oberbürgermeister Marcel Philipp erklärten am Donnerstag, die Empfehlung der Einigungsstelle unter Vorsitz der ehemaligen SPD-Ratsfrau Angelika Weinkauf akzeptieren zu wollen. OB Philipp lobte ausdrücklich den künstlerischen Sachverstand van den Brinks.

Der seit 2005 in Aachen tätige Museumschef äußerte sich in einer ersten Stellungnahme „sehr erleichtert“, dass die seit längerem angestrebte Vertragsverlängerung damit auch formell vollzogen werden kann. Gezweifelt habe er daran jedoch nicht. „Ich wusste, dass der Personalrat gegen mich nichts in der Hand hat.“ Er bezeichnete es als „peinlich“, wie sich der Personalrat verhalten habe. Dessen Vertreter hätten nie den Kontakt zu ihm gesucht, um angebliche Vorwürfe aus Reihen der Mitarbeiter zu besprechen. „Sie stehen hinter mir“, ist er überzeugt, „niemand hat sich je beklagt.“

Dies sah der Personalrat anders, der in van den Brink sogar einen „erheblichen Unruhefaktor“ erkannt hat, der den Betriebsfrieden störe. Näher kommentieren wollte Karola Hoch den am Donnerstag ausgehandelten Kompromiss nicht. Nach „Nachrichten“-Informationen ist der Personalrat in der mit sieben Personen besetzten Einigungsstelle von der Arbeitgeberseite mit der Stimme von Angelika Weinkauf nach gut dreistündiger Verhandlung überstimmt worden.

Der Vertrag des auch politisch schwer umstrittenen Museumsdirektors sollte eigentlich Ende des Monats auslaufen, wäre da nicht die Einschätzung des Personaldezernenten Lothar Barth gewesen, wonach van den Brink aufgrund unzulänglicher Vertragsformulierungen längst ein Anrecht auf eine unbefristete Weiterbeschäftigung habe. Der Personalrat sah dies anders und hat einer Vertragsverlängerung widersprochen.

Von einer unbefristeten Beschäftigung ist seit Donnerstag keine Rede mehr. 2020 stehe er ohnehin kurz vor der Rente, daher sei das kein Problem, erklärte der 58-jährige Niederländer am Donnerstag, der sich auf ganzer Linie bestätigt sieht und heute „zufrieden“ seinen Urlaub antreten wird. „Ich arbeite mit viel Freude und Liebe in Aachen“, sagt er. Verstärkt vorantreiben will er nun auch eine für 2020 geplante große Ausstellung mit Werken von Albrecht Dürer, der anlässlich dessen Reise in die Niederlande im Jahr 1520 auch nach Aachen gekommen ist.

Van den Brinks Arbeitsfeld wird – neben weiteren vertraglich fixierten Auflagen – künftig auf das Suer­mondt-Ludwig-Museum begrenzt.

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