Pax-Bank: Sogar aus Mexiko kam Zuspruch

Von: Heiner Hautermans
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Den Mitarbeitern, die eine Stunde in der Gewalt der Bankräuber waren, wurde freigestellt, zur Arbeit zukommen. Auch am Donnerstag gab es psychologische Betreuung für die Bankmitarbeiter. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Es ist ein besonderer Tag, der nicht ganz einfach ist“, schildert Alfred Krott, der Sprecher der Pax-Bank, den Tag danach. Nämlich nach dem aufsehenerregenden Überfall vom Mittwoch, der bundesweit Schlagzeilen gemacht hat und den es in seinem Hause in dieser massiven Form noch nicht gegeben hat.

Die Bank stellte am Donnerstag allen Mitarbeitern frei, ob sie wieder zur Arbeit kommen wollten, wenige seien tatsächlich zu Hause geblieben, die Mehrheit aber am Löhergraben erschienen, wo erneut ein Psychologe zur Betreuung bereitstand. Immerhin waren einige der Beschäftigten mehr als eine Stunde in der Gewalt der Gangster gewesen, die auch bei der Fesselung nicht zimperlich gewesen seien: „Da ist man nicht zögerlich vorgegangen. Es gab Blessuren bis hin zur Schmerzgrenze.“ Die Täter seien auch nicht nur höflich gewesen, wie manche Gazetten berichteten: „Es wurde auch geschrien.“ Den Mitarbeitern bleibe weiter offen, „jederzeit abzubrechen“, sollte das traumatische Erleben erst mit Verzögerung Spuren zeigen. Auch die beiden Putzfrauen, die als erste überwältigt wurden, seien betreut worden. Die genaue Zahl der Täter war auch Donnerstag noch unklar, die Mitarbeiter hatten unterschiedliche Beobachtungen gemacht.

Was sicherlich allen helfe, sei der große Zusammenhalt untereinander: „Wir versuchen, Normalität reinzubekommen.“ Und auch die Unterstützung von außen. Spontan hätten sich etwa Kollegen aus den Niederlassungen in Essen und Köln gemeldet und sich solidarisch erklärt. Sie würden jetzt in Aachen aushelfen, so dass die Niederlassung zumindest nach außen hin ganz normal geöffnet hatte. „Auch von den Kunden haben wir sehr hohen Zuspruch.“

Tröstende und mitfühlende E-Mails kämen von überall her: „Selbst aus Mexiko hat sich einer gemeldet.“ Das kommt daher, dass auch die katholischen Hilfswerke Kunden sind. Die Pax-Bank eG hat sieben Niederlassungen in Deutschland, mit 30.000 Kunden. Das Geldinstitut mit Sitz in Köln ist als „Bank für Kirche und Caritas“ eine genossenschaftlich organisierte Universalbank.

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