Patricia Kelly in einer Reihe mit Mutter Theresa

Von: Martina Stöhr
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Patricia Kelly spendet 30 000 Euro an Missio. Prälat Klaus Krämer freut sich zudem, dass die Sängerin im Rahmen der Ausstellung „Glaubenszeugen“ über ihren Glauben spricht. Foto: Harald Krömer

Aachen. Mit 30.000 Euro im Gepäck kam Patricia Kelly, Mitglied der Kelly-Familiy, jetzt zum Katholischen Missionswerk Missio nach Aachen. Das Geld stammt aus dem Erlös einer Konzertreihe Ende des vergangenen Jahres.

Verwendet werden soll es, um an der Elfenbeinküste ein Pastoralzentrum für Jugendliche und junge Erwachsene zu gründen. Damit ist die Zusammenarbeit zwischen der Sängerin und Missio aber noch lange nicht beendet.

„Ich fühle mich geehrt“

Auf einem Plakat einer Ausstellung unter dem Titel „Glaubenszeugen“ spricht die Künstlerin ganz offen über ihren Glauben. Dass sie dabei in einer Reihe steht mit Persönlichkeiten wie Mutter Theresa, macht die 42-Jährige fast ein bisschen verlegen. „Ich fühle mich geehrt“, wiederholt sie deshalb auch gleich mehrere Male. Doch die Ausstellung soll neben Ordensleuten eben auch die einfachen Menschen zeigen, die in ihrem Kontext für ihren Glauben stehen, so Missio-Präsident Prälat Klaus Krämer. Und das tut Patricia Kelly sicherlich.

Mit 23 Jahren zwang sie eine schwere Rückenmarksentzündung mit Lähmungserscheinungen zu einer Auszeit. Wochenlang ans Bett gefesselt, vertrieb sie sich die Zeit mit religiöser Lektüre und fand dabei den Weg zu Gott.

Heute ist sie froh, dass ihr die Krankheit Einhalt geboten hat. Damals sei sie durch die ganze Welt geflogen und habe Plattenverträge mit den größten Firmen der Welt ausgehandelt. „Aber ich war nicht glücklich“, sagt sie im Nachhinein. Heute lebt sie ihre Religion ganz bewusst, und als Missio auf sie zukam und um ihre Unterstützung bat, habe sie keinen Moment gezögert. „Die Chemie hat gestimmt und ich habe sofort gespürt, wir ziehen an einem Strang“, sagt Patricia Kelly.

Laut Prälat Krämer ist sie bestens als Glaubenszeuge geeignet, weil sie „so engagiert ist und ihren Glauben gut rüber bringen kann“. „Ich bin sehr froh, dass wir sie heute bei uns haben“, so Krämer.

Und Patricia Kelley ist vielleicht auch deshalb so gerne gekommen, weil sie in Aachen schon so gute Verbindungen zu den Karmeliter-Schwestern hat. In deren Orden habe sie sogar mal eintreten wollen, sagt sie. Doch dann habe sie jemanden kennengelernt, und es kam alles anders als geplant.

Patricia erzählt von ihrem Bruder Paddy, der tatsächlich sechs Jahre in einem Kloster gelebt hat. Sie und ihre Geschwister seien im katholischen Glauben erzogen worden. Wirklich intensiv wurde Patricias Beziehung zu Gott aber erst durch ihre Krankheit. Jetzt legt sie gemeinsam mit Mutter Theresa, Johannes Paul II. und Ordensleuten aus aller Welt unter dem Titel „Ihr seid das Licht der Welt“ Zeugnis ab von ihrem Glauben. Sehen kann man das im Internet unter www.missio-hilft.de.

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