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Parkzone E2: Die Anwohner reagieren eher ablehnend

Von: Rolf Hohl
Letzte Aktualisierung:
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Das Parken auf einem Teil der Normannenstraße wird derzeit geduldet: Eigentlich ist die Straße an dieser Stelle zu schmal, um Autos dort abzustellen. Die Stadt könnte die Fahrzeuge jederzeit abschleppen lassen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Ankündigung, in einem Gebiet Bewohnerparken einführen zu wollen, sorgt nicht unbedingt bei allen Betroffenen für Begeisterungsstürme. Da ist der Bereich rund um die Alkuin-Realschule im Aachener Norden keine Ausnahme.

Das Gebiet, umrahmt von der Alkuinstraße, der Passstraße und der Krefelder Straße soll bald als Bewohnerparkzone E2 ausgewiesen werden, was bei Anwohnern für einigen Unmut sorgt. Diesen äußerten sie jüngst deutlich bei einer Bürgerinformationsveranstaltung der Stadt Aachen in der Alkuinschule.

„Gestiegener Parkdruck“

Die neue Zone soll nach Plänen der Stadtverwaltung an die bereits bestehenden Bereiche E und T anknüpfen. Aufgrund des „gestiegenen Parkdrucks“ sehe man die Notwendigkeit gegeben, das Bewohnerparken in diesem Gebiet einzuführen, wie Stefanie Kirchbach vom Fachbereich Verkehrsplanung der Stadt Aachen sagte. Zu diesem Schluss sei man nach Bestandsaufnahmen der abgestellten Fahrzeuge an einem Stichtag gekommen.

Diese Ansicht teilten die Anwohner nicht: Man habe bisher keinerlei Probleme gehabt, innerhalb von drei Minuten einen Parkplatz in dem Gebiet zu finden. Eine Einschätzung, die auch dadurch zustande gekommen sein kann, dass derzeit das Parken in einem Teil der Normannenstraße geduldet wird, der dafür eigentlich zu schmal ist. „Gewohnheitsrecht bricht aber kein Parkverbot“, gab Uwe Müller, Abteilungsleiter des Verkehrsmanagements der Stadt Aachen, zu bedenken. „Schon heute könnte die Stadt jederzeit kommen und die dort abgestellten Fahrzeuge abschleppen.“

Das Argument, dass die Einführung des Bewohnerparkens die Situation für die Anwohner vereinfachen würde, vermochte diese offenbar auch wegen der Resultate der Voruntersuchung nicht so richtig zu überzeugen. Am Stichtag wiesen diese nämlich ausgerechnet zum Zeitpunkt der letzten Zählung um 23 Uhr mehr abgestellte Fahrzeuge als offiziell zur Verfügung stehende Parkplätze aus. Ab 19 Uhr wäre das Abstellen in dem Gebiet jedoch auch in Zukunft für Fremdparker kostenlos und hätte damit mutmaßlich keine Verbesserung der Parksituation in den Abendstunden und nachts zur Folge. Müller wies indes auf die entsprechenden positiven Erfahrungen hin, die man bereits in anderen Zonen gemacht habe.

In mehreren weiteren Gebieten an der Aachener Peripherie ist in den kommenden Jahren die Ausweitung des Bewohnerparkens geplant, darunter sind das Ostviertel und der Westen im Bereich um die Melatener Straße. Nun bleibt erst einmal abzuwarten, welchen Einfluss die überwiegend ablehnenden Reaktionen der Bürger zur geplanten Zone E2 auf die Entscheidungen des Mobilitätsausschusses sowie des Rats der Stadt Aachen haben.

Sofern die Gremien den Plänen zustimmen, werden noch Mitte dieses Jahres die entsprechenden Verkehrsschilder und zwölf neue Parkscheinautomaten aufgestellt werden.

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