Parkhaus fürs Luisenhospital einstimmig beschlossen

Von: Wolfgang Schumacher
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Ein Bagger frisst sich die Wände des ehemaligen Hauses Cadenbach. An dieser Stelle wird bald ein Ärztehaus hochgezogen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Es war eine echte Prüfung für die versammelten Geduldsfäden der Mitglieder zweier Ausschüsse, der Bezirksvertretung Mitte, den Fachbeamten der Verwaltung ebenso wie für die Fragesteller der Bürgerfragestunde: Im erst jüngst gut und teuer renovierten Ratssaal knackste und knisterte die Mikrofonanlage, dass es ein Grauen für alle Ohren war.

Trotzig gaben in einer konzertierten Aktion die Redner ihr Bestes, versuchten die nötige Verständigung in diversen Anläufen mit und ohne Mikro über ein Thema, das seit Wochen in der Öffentlichkeit umstritten ist.

Auf der Tagesordnung stand direkt zu Beginn der gemeinsame Beschluss aller drei Gremien über den Bebauungsplan 921 „Mariabrunnstraße/Parkhaus Luisenhospital”. Dann konnte der Planungsausschuss alleine weiterberaten. Einige Anwohner hatten sich zur Fragestunde eingefunden.

Mehr Verkehr?

Sie befürchten mit dem Parkhausbau und seinen Zufahrten über dien Weber- und die Mariabrunnstraße ein höheres Verkehrsaufkommen in dem sowieso von Parkdruck gebeutelten Viertel. Manche hatten Sorge, dass sich die Verkehrssituation für die Anfahrt zur Montessorischule an der Reumontstraße verschlechtert, weil nach den Plänen die Mariabrunnstraße just dort als Einbahnstraße abgebunden werden sollte.

Die Bezirksvertretung Mitte wie die Fachausschüsse nahmen die Bedenken auf und änderten partiell die ursprüngliche Verkehrsplanung. Allerdings war dann parteiübergreifend allen klar, dass man dem Wunsch des Luisenhospitals, dort für Bedienstete, Besucher, Patienten und auch für Anwohner ein Parkhaus mit rund 300 Stellplätzen bauen zu wollen, auch nachkommen werde. Einstimmig beschlossen die Gremien den Bebauungsplan, der Aufstellungsbeschluss soll in der Ratssitzung am 16. September gefasst werden.

Die Eckpunkte

Die Eckpunkte sind folgende: Die Hauptzufahrt erfolgt von der Weberstraße über eine Brücke in die Hochgeschosse des Parkhauses, die Straße wird in Richtung Barbarossaplatz zur Einbahnstraße. Die Anwohnerstellplätze, es sind 60, werden von der Mariabrunnstraße aus im Erdgeschoss angefahren. Auch die Mariabrunnstraße wird Einbahnstraße, ebenso wie auf Antrag der CDU die Reumontstraße. Die Südstraße, das wollte die SPD, wird bis zum Abzweig Beethovenstraße zur Einbahnstraße. Der Rest der Südstraße bleibt wie bisher eine „unechte Einbahnstraße”.

Guten Stil hätte im übrigen ausgemacht, der langjährigen Ausschussvorsitzenden und neuen Europaabgeordneten Sabine Verheyen zu Beginn ihrer letzten Sitzung ein paar Blümchen zu überreichen. Wer auch immer verantwortlich gewesen wäre, er oder sie haben es verschlafen.
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