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Parkhaus Büchel: Der Abriss ist verschoben

Von: Alfred Stoffels
Letzte Aktualisierung:
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Eine „Bel Etage” statt hässlichem Parkhaus am Büchel: Dort soll ein qualitativ hochstehender Mix aus Einzelhandel und Gastronomie entstehen. Animation: Benthem Crouwel/Strabag

Aachen. Auch in diesem Jahr wird es nichts mit der geplanten „Bel Etage” am Büchel. Auf Wunsch der Apag, die das dortige Parkhaus betreibt, ist der Abriss auf 2011 verschoben worden, erst dann kann auch mit dem Bau der neuen Einkaufslandschaft begonnen werden.

Bei der Apag ist man natürlich nicht unfroh, dass die Dinge so laufen, denn nach wie vor ist die Riesengarage am Büchel das beste Pferd im Stall - eine solche Einnahmequelle verliert man nicht wirklich gerne.

Nach Auskunft von Apag-Chef Hans-Dieter Appel, zugleich Vorstand der Aseag, hätten die Investoren erst spät in diesem Jahr mit dem Projekt Bel Etage beginnen wollen. So sei im eigenen Hause die Idee entstanden, den Termin noch ein bisschen zu verschieben, „damit wir das Weihnachtsgeschäft mitnehmen können. Auf die sechs oder sieben Wochen kommt es auch nicht mehr an”.

Bei der Aufsichtsratssitzung gestern Morgen wurde der Fall abgesegnet, vor allem aber gab sich das Kontrollgremium eine neue Führungsspitze. Nachfolger von Astrid Ströbele, langjährige Bürgermeisterin und Ratsfrau der SPD, im Vorsitzendenamt wurde der grüne Ratsherr Roland Jahn. Stellvertreter ist jetzt Heiner März (SPD). Beide Politiker wurden einstimmig gewählt.

Jahn hat damit ein zusätzliches wichtiges Amt im Bereich Mobilität/ÖPNV übernommen, denn der Versammlung des AVV-Zweckverbands steht er bereits vor; auch gehört er dem Gremium an, das in den nächsten Monaten die Personalien bei der Aseag regeln soll (Appel geht Ende des Jahres definitiv in den Ruhestand). Wie er sich die Zukunft der Apag vorstellt, die in Aachen elf Parkhäuser mit rund 5000 Stellplätzen bewirtschaftet, will Jahn zunächst den Mitarbeitern erläutern.

Bei der gestrigen Zusammenkunft des Aufsichtsrats wurde auch ein „Riesenschritt” (Appel) getan, um den Ärger um das nagelneue Tivoli-Parkhaus zu beenden. Wie berichtet, weist das Gebäude diverse Baumängel auf, die aber nun zügig beseitigt werden sollen. Über den Umfang dieser Mängel herrscht inzwischen Einigkeit mit der Baufirma, so dass einer Beseitigung auch juristisch nichts mehr im Wege steht.

Ratenzahlung

Mit der Alemannia, die bei der Apag einen beträchtlichen Mietrückstand hatte auflaufen lassen, hat man auch eine Übereinkunft erzielen können: Es wurde Ratenzahlung verabredet, um diese Schulden wieder aus der Welt zu schaffen. Am Freitag wurde erneut betont, es handele sich um eine Gesamtsumme von „unter 100.000 Euro”.

Noch in diesem Monat will die Apag, die bis dato nur für die paar Stunden der Alemannia-Heimspiele am Tivoli aktiv war, das Parkhaus komplett übernehmen. Logischerweise machen sich Vorstand und Aufsichtsrat jetzt schon Gedanken, wie eine möglichst hohe Auslastung zu erreichen ist, auch unter der Woche. „Viele Veranstaltungen, mehr Events” hält Appel für dringend notwendig, ganz konkret spricht er von Flohmärkten und ähnlichen Ereignissen. Nachgedacht wird auch darüber, das Tivoli-Parkhaus im Rahmen von Park-and-Ride anzubieten (für einen Euro könnte man von dort per Bus in die Innenstadt).
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