Aachen - Parken am Straßenrand wird so teuer wie im Parkhaus

Parken am Straßenrand wird so teuer wie im Parkhaus

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Was hat der Luftreinhalteplan für die Stadt Aachen mit den Parkgebühren zu tun? Viel – das sagen die Verkehrspolitiker und beklagen in diesem Zusammenhang preisliche Ungleichgewichte bei der Parkraumbewirtschaftung in der City.

Nach dem Willen des Mobilitätsausschusses sollen so bald wie möglich die Tarife für das Parken am Straßenrand angehoben und preislich den Tarifen in den Parkhäusern angeglichen werden.

Der Parksuchverkehr, beklagten die Grünen im Ausschuss, habe zugenommen. Die dadurch entstehenden überflüssigen Fahrten schafften vermeidbare Abgase. Das sei bei der angespannten Luftsituation in der Aachener Innenstadt nicht hinnehmbar, meinten übereinstimmend alle Mitglieder des Ausschusses und beauftragten mit einem einstimmigen Beschluss die Verwaltung, die Gebühren an den Parkautomaten links und rechts der Straßen in der Innenstadt an die Tarife in den Parkhäusern anzupassen.

Zuvor hatte die Kölner Bezirksregierung mit deutlichen Hinweisen den Handlungsdruck auf die Aachener Verwaltung erhöht. Schließlich drohen auch in Aachen möglicherweise Fahrverbote für bestimmte Automobile. Auch der ökologisch ausgerichtete VCD (Verkehrsclub Deutschland) hatte angesichts möglicher Dieselfahrverbote festgestellt, dass die Parkgebühren in Aachen seit 2008 stabil seien, ÖPNV-Tickets aber teurer wurden. „Wer günstige Parkplätze sät, wird ungesunde Luft ernten“, titelte der VCD noch in der vergangenen Woche.

Die Politiker beauftragten nach einigen Schuldzuweisungen hin und her zwischen den Grünen und der großen Koalition, die Stadtverwaltung möge umgehend ein neues Tarifgefüge für die Parktickets an der Straße erarbeiten. Im Parkhaus in der Innenstadt kostet die erste Stunde bereits zwei Euro, das ist an den Parkuhren billiger. Das freie Parken an Sonn- und Feiertagen soll nach Ansicht des Ausschusses bestehen bleiben. Und für die wachsende Zahl von E-Mobilen soll für eine Übergangszeit von zunächst zwei Jahren gar kein Obolus eingefordert werden.

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