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Orientierungshilfe gefunden

Von: Martina Stöhr
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Drei von fast 100 im Bistum Aachen: Lynn Raue, Sabrina Bengel und Kerstin Hallmann (von links) leisten gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr ab. Beim Jahrestreffen berichteten sie über ihre Foto: Harald Krömer

Aachen. Knapp 100 junge Leute leisten derzeit ihren Freiwilligen Sozialen Dienst im Bistum Aachen. Gemeinsam mit ihren Begleitern aus den verschiedenen Einsatzstellen und Entsendeorganisationen trafen sie sich jetzt im Haus Eich, Eupener Straße 134, um sich auszutauschen und über ihre Erfahrungen zu sprechen.

Und die scheinen überwiegend positiv zu sein. Die 20-jährige Kerstin Hallmann aus Simmerath etwa arbeitet in einem Kinderheim in Monschau und ist begeistert: „Es ist ein gutes Gefühl, etwas für die Kinder tun zu können”, sagt sie. Sie sei selbstbewusster geworden und ein Stück weit auch verantwortungsbewusster.

Viele wollen ins Ausland

Sabrina Bengel (21) kam über das Arbeitsamt zu den Freiwilligen Sozialen Diensten. Sie suchte nach einer Orientierungshilfe und fand sie in ihrer einjährigen Tätigkeit in der Kleebachschule. Dort arbeitet sie mit Kindern, die zum Teil starke Behinderungen haben. „Am Anfang hatte ich ein bisschen Angst”, gibt sie unumwunden zu. Inzwischen sei der Umgang mit den Kindern für sie ganz selbstverständlich geworden. Sie weiß nun: Nach dem Freiwilligen Jahr will sie Sonderpädagogik studieren.

Liane Busch, Lehrerin an der Kleebachschule, begleitet sie während ihres Freiwilligen Jahres. „Die FSJler sind für uns nahezu unersetzlich”, sagt sie. Die jungen Leute unterstützten die Lehrer in allen Bereichen, sei es am beim An- und Ausziehen der Kinder oder bei der Vorbereitung von Arbeitsplätzen.

Erste Einblicke in die Arbeit einer Erzieherin bekommt auch Lynn Raue (21) in einem Kinderheim in Roetgen. Sie ermöglicht den Jungen und Mädchen als Fahrerin ein buntes Freizeitprogramm. Ob Tierpark, Schwimmen oder Einkaufen: Lynn Raue fährt die Kinder und begleitet sie. Über ihren weiteren Weg ist sie sich noch nicht ganz im Klaren: In Frage kämen ein Lehramtsstudium oder ein Studium der Sozialen Arbeit, sagt sie.

Während des Jahrestreffens der Freiwilligen Sozialen Dienste fanden sie und andere Freiwillige reichlich Gelegenheit, über ihre Eindrücke zu sprechen. Eingeladen waren zwar auch all jene, die über eine der vielen Entsendeorganisationen in Afrika, Lateinamerika, Indien und Polen im Einsatz waren, doch hier war die Resonanz eher gering.

„Die meisten haben keine Zeit, weil sie inzwischen andere Verpflichtungen haben, oder sie leben gar nicht mehr in Aachen”, meint Ulla Otte-Fahnenstich vom Fachbereich Sozialer Dienst für Frieden und Versöhnung. Sie registriert nach wie vor ein großes Interesse an den Auslandseinsätzen der Entsendorganisationen. Doch es falle den jungen Leuten schwer, sich im Wust der Angebote zu orientieren. Vermehrt würden deshalb Beratungsgespräche angeboten.

Das Projekt „Weltwärts” der Bundesregierung werde voraussichtlich auch über die ersten drei Jahre hinaus gefördert, vermutet sie. Wer sich für einen Auslandseinsatz interessiert, kann sich bei einigen Entsendeorganisationen noch bewerben. Pax Christi (0241/402876) etwa sucht Freiwillige für Polen und Bosnien, und der Diözesanverband der Katholiken (0241/16994-0) sucht Freiwillige für Kolumbien.
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