Open Air Festival im Frankenberger Park

Von: Jan Mönch
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Aachen. Noch zu DDR-Zeiten war der Erfurter Musiker Jens Hellmann mit seiner Heavy-Metal-Kapelle Blitzz unterwegs durch deutsche Konzertspielorte. Wohlgemerkt auch diesseits des Eisernen Vorhangs. Und so machte er irgendwann, irgendwo Bekanntschaft mit Herbert Senden.

Und der hat den Musiker heute, mehr als 20 Jahre später, auf der Setlist für das Open Air im Frankenberger Park stehen. In der Zwischenzeit hat sich freilich einiges getan. Jens Hellmann firmiert mittlerweile unter dem Pseudonym Vicki Vomit, hat unter selbigem bereits zehn Longplayer auf den Markt geschmissen und auf Megafestivals wie dem Wacken Open Air gezockt. „Nur hier im Westen bekommt der Vicki kein Bein auf die Erde”, wundert sich Herbert Senden.

Grund genug also für den Guru der hiesigen Livemusikszene, dem alten Bekannten - heute erdigem Deutschrock nebst satirischen Texten verschrieben - ein wenig auf die Sprünge zu helfen.

Das Frankenberger Open Air jedenfalls bietet da nicht den schlechtesten Rahmen. Auch wenn Senden keine genaue Zuschauerzahlen nennen kann: „Wie denn auch. Der Park hat vier Eingänge, und es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Wichtig ist nur: Die Wiese ist immer voll.”

Und wird es - so das Wetter es will - auch bei Runde 19 des Spektakels im Schatten der Burg wieder sein. Denn Eintritt verlangt Überzeugungstäter Senden wie gehabt nicht. Er richtet allerdings vorab die Bitte an die Besucher, sich an den Bier- und Imbisswagen im Park mit Speis und Trank einzudecken, anstatt im Supermarkt. „Irgendwie muss ich das Ganze ja finanzieren.”

Bevor jedenfalls der Thüringer mit dem eigentümlichen Pseudonym die Bühne entert, hat ein weiterer alter Bekannter von Herbert Senden dieselbe bereits geräumt: Dieter Kaspari, der gemeinsam mit Charly Büchel und Franz Brandt „echten Öcher Blues” darbieten will.

Auch Dieter Kaspari ist sicher ein Überzeugungstäter. Was das Platt angeht ebenso wie was den Blues betrifft. „Klar das kommt alles aus dem Innersten”, beteuert der aus dem Rosviertel stammende Aachener, der trotz seiner langjährigen Freundschaft mit Senden noch nie beim Frankenberger Open Air vertreten war.

Mehr eigene Kompositionen

Was auch mit daran liegt, dass das Programm in den vergangenen Jahren stark auf Coverbands fokussiert war. 2009 ist das anders. Denn auch Mafish, die dritte Band im Bunde, setzt zu 100 Prozent auf Eigenkompositionen. Seit zehn Jahren existiert das Gespann aus Gilbert Heimann-Frosien (Gitarre), Ralf Moß (Gesang), Achim Hoemke (Schlagzeug) und Jan Winkler (Bass). „Bei uns wird´s rockig bis bluesig, hart bis balladesk. Auch ein paar Funkeinlagen sind dabei”, verspricht Ralf Moß.

Und tut sich schwer damit, seine Truppe und sich in eine Schublade einzuordnen. Aber wozu auch: Schließlich kann dies jeder, der zwei Ohren hat, am kommenden Samstag ab 14.30 Uhr selbst tun.
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