Aachen - Ohne Sport kann Julia van den Berghen einfach nicht sein

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Ohne Sport kann Julia van den Berghen einfach nicht sein

Von: Holger Richter
Letzte Aktualisierung:
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Julia van den Berghen ist die einzige Aachenerin im Kader der Ladies in Black. In ihrer ersten Profisaison will die 18-Jährige viel lernen.
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Julia van den Berghen spielt seit dem Alter von neun Jahren Volleyball.

Aachen. Gespielt hat sie nicht, gewonnen hat sie trotzdem: Mit 3:0 feierten die Ladies in Black zum Saisonauftakt der Volleyball-Bundesliga am Mittwochabend in Stuttgart – dem allerersten Spiel für den neuen Verein PTSV überhaupt – einen Einstand nach Maß. Und Julia van den Berghen war mittendrin.

Denn die 18-Jährige erlebte in Baden-Württemberg ihr erstes Spiel als Volleyball-Vollprofi. „Ich will sicher irgendwann einmal studieren und suche mir derzeit noch einen kleinen Nebenjob“, sagt die Abiturientin des Einhard-Gymnasiums, „aber zurzeit spiele ich nur Volleyball.“

Für die einzige Öcherin im Multikulti-Kader des PTSV – die zwölf Spielerinnen kommen aus acht verschiedenen Nationen – ist das aber kein Problem, „denn Sport war immer schon meine Leidenschaft. Ohne kann ich einfach nicht.“

Kein Wunder, bei dieser Familie: Vater Marc hat bei den ersten Herren der Alemannia gespielt und trainiert derzeit die weibliche U18 beim PTSV, Mutter Birgit ist seinerzeit mit den Alemannia-Damen in die zweite Liga aufgestiegen, Tante Tanja hat in der zweiten Liga sogar gespielt und ihr kleiner Bruder Niklas spielt auch in der PTSV-Jugend.

„Ich bin immer mit zu den Spielen meiner Eltern gegangen und habe so schon ganz früh mit Volleyball angefangen.“ Seitdem sie neun Jahre alt ist, spielt sie auch im Verein. In der vergangenen Saison hat sie als Jugendspielerin bereits beim Bundesligateam der Alemannia mittrainiert, drei Mal kam sie sogar zum Einsatz in der höchsten Spielklasse.

Nun folgte der endgültige Schritt zu den Profis. „Wir trainieren seit dem 1. August fünf Mal die Woche, meistens sogar zwei Mal am Tag“, berichtet sie. Während also ihre Klassenkameraden vom Einhard um die Welt reisen oder studieren, lässt sich Julia van den Berghen im Training die Bälle um die Ohren schmettern.

„Wenn ich Fotos von Freunden auf Facebook sehe, die Party machen oder im Ausland sind, werde ich schon manchmal neidisch.“ Ihren Schritt bereut sie aber nicht: „Dafür spiele ich viel zu gerne Volleyball.“

Bundesligaminuten wird die Ersatz-Libera der Ladies in Black in ihrer ersten Profisaison allerdings wohl nur wenige sammeln. „Der Trainer Marek Rojko hat mir gesagt, dass ich wahrscheinlich nur selten zum Einsatz komme.“ Für die 18-Jährige ist das kein Problem. „Ich lege meinen Schwerpunkt auf Training, von unserer Libera Dominika Valachová kann ich nur lernen.“ Spielpraxis wird sie bei der zweiten Damenmannschaft des PTSV in der Regionalliga sammeln.

Wohl fühlt sie sich trotzdem bei den Profis. „Wir haben ein total cooles Team in diesem Jahr. Wir gehen schon Mal gemeinsam aus oder essen.“ Als Stadtführerin für ihre Mannschaftskolleginnen, von denen die meisten neu in Aachen sind, fungiert das Öcher Mäddche dabei aber nicht. „Das übernimmt meistens die Karo“, überlässt sie diese Rolle ihrer Kapitänin Karolina Bednarova.

Auf das erste Heimspiel am Samstag gegen den Dresdner SC freut sich Julia van den Berghen jedenfalls sehr – auch, wenn sie nicht spielen sollte. „Dann versuche ich, von außen zu helfen und feuere das Team kräftig an.“

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