Aachen - Ohne erhobenen Zeigefinger: „Clever mobil in Aachen”

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Ohne erhobenen Zeigefinger: „Clever mobil in Aachen”

Von: Jan Mönch
Letzte Aktualisierung:
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„Clever mobil in Aachen” muss man sein, um beim gleichnamigen Spiel Erfolg zu haben. Hier messen sich (v.l.) die Macher Gisela Nacken, Dana Duikers, Nikos Geropanagiotis, Claudia Wluka und Klaus Meiners. Foto: Roeger

Aachen. Bewegt man sich mit dem PKW auf dem Grabenring, dann ist rasches Vorankommen keinesfalls garantiert. Je nach Uhrzeit verbringt man mehr Zeit mit Stehen denn mit Fahren. An sich ist das nichts Neues.

Die Verkehrssituation auf Monheimsallee, Wilhelmstraße und wie sie alle heißen gibt es nun auch in einem Gesellschaftsspiel, das die Stadt gemeinsam mit dem Unternehmen mecca neue medien am letzten Samstag vor Heiligabend ins Weihnachtsgeschäft bringt.

Das Brettspiel hört auf den Namen „Clever mobil in Aachen”. Und wie der Name schon andeutet, geht es darum, auf einem der Innenstadt nachempfundenen Spielfeld erstens schnell und zweitens umweltbewusst ins Herz von Aachen zu gelangen. Neben dem Auto stehen Fahrrad und Omnibus zur Auswahl.

„Häufig bedeutet das Thema Luftreinhalteplan Regelungen und Verbotsschilder”, sagt Umweltdezernentin Gisela Nacken (Grüne). Das ab sieben Jahren geeignete Spiel für zwei bis sechs Personen soll dagegen in erster Linie Spaß machen.

„Und zwar ohne erhobenen Zeigefinger”, stellt Nikos Geropanagiotis klar. Das erstaunt nicht. Denn seine Hände brauchte der Geschäftsführer von mecca neue medien in der Entwicklungsphase zum Kartenziehen, zum Figurenbewegen und zum Würfelwerfen.

Damit waren unter anderem auch beide Zeigefinger bestens ausgelastet. Dementsprechend geht es den Entwicklern auch nicht darum, das Automobil zu verteufeln. Je nachdem, wo man sich auf dem Spielfeld gerade befindet, kommt man auf den eigenen vier Rädern durchaus am besten voran.

Und sogar Umweltpunkte, sogenannte Lufties, lassen sich damit sammeln - etwa dann, wenn eine Aktionskarte die abgasmindernde Aufrüstung der alten Klapperkiste oder die Gründung einer Fahrgemeinschaft ins Spiel bringt.

Was die Spielelementen betrifft, das sagt auch Nikos Geropanagiotis, ist „Clever mobil in Aachen” „keine Novität”. Durch die Umweltthemen sowie den lokalen Bezug sei es jedoch „geeignet, Kindern Dimensionen begreiflich zu machen.” Etwa dann, wenn auf einer Aktionskarte vorgerechnet wird, dass der gerade gut gefüllte Bus 30 Autofahrten ersetzt - und dies mit Lufties belohnt wird.

„Kinder sind wiss- und lernbegierig”, weiß Gisela Nacken. Und hofft, dass der ein oder andere Lerneffekt sich auf die Eltern überträgt. Den vollgestopften Grabenring freilich meidet man zur Stoßzeit besser auch mit dem Bus oder mit dem Fahrrad. Und überquert ihn ganz einfach zu Fuß.

Das Spiel ist ab heute erhältlich bei der Mayerschen Buchhandlung, beim Aachen Tourist Service, in der Villa Kunterbunt und bei Aixcellent. Die Aachener Schulen erhalten Gratisexemplare.
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