Aachen - OGS-Plätze: Engpass in Brand

OGS-Plätze: Engpass in Brand

Von: Margot Gasper
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Aachen. Erst mal vertagen: Diesen Vorschlag macht die Verwaltung zu einem Vorgang, der eigentlich am Donnerstag im städtischen Schulausschuss beraten werden soll. Die Marktschule in Brand hat beantragt, im kommenden Schuljahr drei Eingangsklassen einzurichten und nicht nur zwei, wie im Schulentwicklungsplan vorgesehen.

Das Thema sorgt bei den betroffenen Eltern für große Unruhe. 350 Unterschriften überreichten sie bereits vor Weihnachten an die Bezirksvertretung.

Gerade erst war die Zügigkeit der Brander Marktschule von drei auf zwei Klassen je Jahrgang reduziert worden, dies auf der Basis zu erwartender Schülerzahlen und der Anmeldezahlen vergangener Schuljahre. Nun aber liegen fürs Schuljahr 2014/15 75 Anmeldungen auf dem Tisch. 63 dieser künftigen Erstklässler wohnen auch im unmittelbaren Einzugsbereich der Schule, haben also grundsätzlich einen Anspruch, dort aufgenommen zu werden.

Betrachtet man alle drei Grundschulen in Brand, dann müssten – rein rechnerisch – alle Kinder, die dort wohnen, auch einen Platz an einer der drei Schulen bekommen. Wie die Verwaltung für den Schulausschuss ausführt, gibt es 168 Plätze an den drei Grundschulen. 153 der insgesamt 176 angemeldeten Kinder haben einen Anspruch, an einer der drei Brander Grundschulen aufgenommen zu werden. Spitzenreiter mit 75 Anmeldungen ist die Marktschule, gefolgt von der Karl-Kuck-Schule (53) und der Grundschule Brander Feld (48).

Der Ansturm auf die Marktschule zeigt erneut, dass ein Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS) und damit ein gesichertes Betreuungsangebot am Nachmittag für Familien ein zunehmend wichtiges Kriterium bei der Schulwahl ist. 68 der 75 Familien, die ihr Kind an der Marktschule angemeldet haben, wünschen sich ausdrücklich einen OGS-Platz.

Und etliche Eltern, die eigentlich in der Nähe einer anderen Brander Grundschule wohnen, haben sich laut Verwaltung gerade wegen des Nachmittagsangebots für die Marktschule beworben. Denn in Brand hat bisher nur diese Grundschule eine OGS. Die beiden anderen Schulen gestalten über ihre Fördervereine Betreuungsangebote aus dem Programm „Schule von acht bis eins“.

Einmalig eine zusätzliche Eingangsklasse wäre im Schulgebäude am Brander Marktplatz mit Provisorien irgendwie unterzubringen. Auch die Lehrerversorgung einer dritten Klasse wäre laut Verwaltung sichergestellt.

Richtig schwierig aber wird es beim Thema OGS. Schon jetzt hat die Marktschule 153 Kinder in der OGS. Und der Platz ist knapp, besonders mittags, wenn alle essen. Auch der OGS-Partner der Marktschule, der Verein Betreute Grundschulen, hat deshalb laut Verwaltung mit Blick auf die Raumsituation „erhebliche Bedenken“, die OGS auszuweiten.

Brander Feld will auch die OGS

Die Schulpolitiker, so ist zu erwarten, werden sich wohl dem Vorschlag der Verwaltung anschließen und das Thema erst in der Märzsitzung bereden. Bis dahin soll mit allen Beteiligten, auch dem Gebäudemanagement, über Lösungen gesprochen werden.

Aus Sicht der Verwaltung gibt es aber auch ein positives Signal: Die Grundschule Brander Feld will die OGS auch für ihre Schule beantragen, zwei OGS-Gruppen mit insgesamt 50 Plätzen möglichst schon zum nächsten Schuljahr.

Übrigens nicht nur die Brander Eltern müssen lange warten: Für ganz Aachen werden die Aufnahmebescheide der Grundschulen diesmal erst im April verschickt.

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