Aachen - Öcher Tierpark bekommt einen „Ritterschlag“

Öcher Tierpark bekommt einen „Ritterschlag“

Von: mku
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Tierparkchef Wolfram Graf-Rudolf freut sich: Anthony D. Sheridan (Mitte) besuchte mit seiner Ehefrau den Zoo und war von der Anlage restlos begeistert. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Das ist der Ritterschlag für den Aachener Tierpark: Europas englischer „Zoopapst“ Anthony D. Sheridan, Autor des Buches „Das A und O im Zoo. Europas führende Zoologische Gärten“, testete die 8,9 Hektar große Anlage mit Top-Ergebnissen.

Vier Gehege erhielten gar – „und zwar viel besser als vergleichbare in Deutschland“ - die Höchstwertung (6 Punkte). Nämlich der Geparden, Servale, Nasenbären und Kapuzineraffen.

„Ein kleiner, aber feiner Zoo mit einer hohen Qualität und Bindung zu seinen Besuchern“, erklärte der Tester aus London, dessen Urteil für Europas Zoolandschaft so wertig ist wie der Michelin-Stern für Restaurants. Unangemeldet hatte der Experte, der in fünf Jahren hundert europäische Zoos testete, im Januar und Juni 2012 den Euregio-Zoo in Augenschein genommen und war am Donnerstag Abend zur Verkündung des Ergebnisses und einer Talkrunde nach Aachen gekommen.

Zehn weitere Gehege verbuchten stolze fünf Punkte, kein einziges lag im negativen Bereich. Die zuletzt erreichte Besucherzahl von knapp 400.000 bezeichnete Sheridan „in Anbetracht der Größe der Stadt Aachen und der nahen Konkurrenz in Köln und den Niederlanden“ als „sehr gut“.

Weitere Bewertungsbögen loben vor allem: „Familienfreundlichkeit“, „direkter Kontakt zu den Tieren“, „guter Baumbestand“ und „Kinderbauernhof mit vielen Details, die für Stadtkinder von hohem Wert sind“. Ferner positiv bewertet: „Streichelgehege“, „begehbare Voliere“, „niedrige Eintrittspreise“, „365 Tage Öffnungszeiten“ sowie der „vorbildliche Energiepark“. Ganz wichtig auch: „Der Stausee inmitten des Parks.“ Der Zoo-Tester: „Wasser ist ein ganz wichtiges Element. Viele Zoos sind sehr trocken.“

Als möglichen weiteren Entwicklungsschritt im Euregio-Zoo sieht Anthony Sheridan die Installierung eines Afrikaparks mit Giraffen, dessen Kosten er – je nach Größe und Tieraufkommen – bei „500.000 bis zu drei Millionen Euro“ taxiert.

Tierparkdirektor Wolfram Graf-Rudolf freut sich über die qualifizierte, renommierträchtige Bewertung: „Die Stadt Aachen kann stolz auf ihren Tierpark sein. Und ich bin stolz auf meine Mitarbeiter, die das alles mit tragen. Und natürlich danke ich jedem Sponsor, Paten oder Unterstützer in jeglicher Form, der uns hilft, noch besser zu werden.“

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