Öcher Platt und Musik für den guten Zweck

Von: Birgit Küchen
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Ein Öcher-Platt-Abend für de
Ein Öcher-Platt-Abend für den guten Zweck: Den veranstaltet Hein Engelhardt (Mitte) gemeinsam mit der Gruppe „Capella a Capella” am 16. Oktober im Krönungssaal.

Aachen. „Lebensbilder - Va dr ieschte Keäk bes dr aue Daag” (frei übersetzt: Vom ersten Schrei bis zum Alter) - unter diesem Motto veranstalten der bekannte Heimatdichter Hein Engelhardt und das Vocalensemble „Capella a Capella” am Sonntag, 16. Oktober eine Öcher-Platt-Benefizveranstaltung im Krönungssaal des Aachener Rathauses.

Der Erlös des Abends, der unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Marcel Philipp steht, kommt zwei Projekten in Kolumbien zugute.

Engelhardt rezitiert Gereimtes aus eigener Feder in Aachener Mundart. Unterstützt wird er hierbei von den Sängern des Ensembles „Capella a Capella” unter der Leitung von Markus Widua-Ramrath, das passend zur Thematik den Abend musikalisch mitgestaltet. Gemäß dem Motto wird ein Rahmen gespannt von der Geburt eines Menschen bis zum letzten Atemzug.

Eintrittsgeld wird gespendet

Den Besuchern wird viel Unterhaltsames mit einem guten Schuss Humor versprochen. „Es wird ein Gute-Laune-Abend, so dass man nicht mit einem weinenden Auge nach Hause geht”, verspricht Ensemble-Mitglied Markus Krings, und Martin Wüller fügt an: „Wir haben uns sogar noch eine Besonderheit überlegt: Wer bereit ist, den Eintrittspreis von 10 Euro auf den Betrag von 50 Euro zu erhöhen, erhält dafür einen reservierten Platz im Mittelblock.”

Das Eintrittsgeld ist gut angelegt, zumal es für einen sozialen Zweck bestimmt ist. „Mit dem Öcher Platt wollte ich nie selber etwas verdienen, denn ich komme mit dem gut aus, was ich habe”, erzählt der Thouet-Preisträger 1997, Hein Engelhardt. Und so ist es für ihn selbstverständlich, dass er die Projekte „Hogar del Nino” und „Asocombas” in Líbano (Kolumbien) unterstützen möchte, die seine 20-jährige Enkelin Julia Engelhardt in ihrem Freiwilligen Sozialem Jahr besuchte.

Hogar del Nino ist ein Kinderheim, das durch den Diözesanrat der Katholiken in Aachen gefördert wird. Derzeit sind dem Heim ein Internat mit zehn Schülern sowie eine Schule, die etwa 35 Kinder unterrichtet, angeschlossen. „Es werden hier Kinder aufgenommen, die früher misshandelt, missbraucht, entrechtet oder von der Kinderarbeit weggeholt wurden. Es sind Straßenkinder oder Halbwaisen”, erzählt Julia Engelhardt,

„Die Kinder erhalten hier eine ganzheitliche Schulbildung, Persönlichkeitsförderung durch musikalische, kreative und sportliche Angebote, sozialpsychologische Betreuung, drei Mahlzeiten am Tag und ein warmes Bett.” Allerdings soll diese Institution nur als kurzzeitige Lösung dienen, denn die Kinder sollen wieder in ihre Familien integriert oder in Pflegefamilien untergebracht werden.

Existenz der Ärmsten sichern

Hinter dem Projekt „Asocombas” (Vereinigung Stadtteil bezogener Komitees zur Vorbeugung von Notlagen und zu sozialer Aktion) steckt eine Genossenschaft der ärmsten Familien in Líbano, von denen die meisten Mitglieder Opfer politischer und gewaltsamer Konflikte sind. „Sie haben alles verloren und leben nun in einfachen selbst gebauten Hütten aus Plastikplanen und Wellblech, oft in Zonen, in denen sie Erdrutschen oder Überschwemmungen hilflos ausgeliefert sind”, so Julia Engelhardt. Mit einem Teil des Benefizerlöses wird ein Wohnungsbauprojekt der Genossenschaft unterstützt, um die Existenz der Betroffenen zu sichern und ihnen zumindest ein gewisses Maß an Lebensqualität zu ermöglichen.

Vorverkaufsstellen für das Konzert

Karten für die Benefizveranstaltung kosten 10 Euro und sind bereits in den Vorverkaufsstellen Laurentius-Apotheke (Roermonder Straße 319), Apotheke am Marienhospital (Viehhofstraße 43) und Galerie am Dom (Hartmannstraße 12) erhältlich.

Außerdem werden Karten an der Abendkassen gekauft werden.

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