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Obdachlosenheim Aretzstraße: „Es wird Sanktionen geben”

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
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Günter Schabram (2.v.l), Leiter des Sozialamtes, sprach am Freitagmorgen vor Ort mit Nachbarn des Problemhauses Artzsstraße 39-41 und kündigte Lösungen an. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die dicken Probleme im Obdachlosenheim Aretzstraße (wir berichteten) haben am Freitag Vertreter der Stadtverwaltung und umliegende Nachbarn - zumeist Hauseigentümer - zusammengeführt.

Vor dem Eingang trafen sie unter Führung des Sozialamtsleiters Günter Schabram zuständige Mitarbeiter der Verwaltung und sprachen mit den Nachbarn in dem Problemhaus selbst über mögliche Lösungen.

„Hier landen die, die keiner mehr aufnehmen will”, beschrieb Schabram die Situation und bat allgemein für Verständnis, dass hier radikale Lösungen nicht an der geforderten Menschlichkeit vorbei führen dürften.

Die Situation: Die Nachbarn sehen sich seit geraumer Zeit von manchen Bewohnern des Übergangsheimes ebenso bedroht wie oftmals nächtens durch übergroßen Lärm belästigt.

Erst jüngst habe wieder jemand, so der Besitzer des Nebenhauses, halbnackt auf der Fahrbahn gelegen. Die Polizei musste kommen, in der letzten Zeit war das wieder desöfteren der Fall, wie er erklärte.

Einig sei man sich darüber, bestätigte auch Schabram, dass durch bauliche Veränderungen im Innern des Heimes dazu beigetragen werden müsse, dass nicht andauernd irgendwelche Gegenstände aus den Fenstern geworfen werden.

„Es sind eigentlich nur vier Personen, die die Probleme verursachen”, erläuterte Schabram das Ausmaß. Nun soll schnellstens die Hausordnung verschärft werden, so dass die Hausmeister und Sozialarbeiter bessere Eingriffsrechte bekommen.

Und: „Es gibt eine Person, die zeigt sich desöfteren nackt am Fenster.” Weil sich bekanntlich gegenüber eine Schule befinde, werde man sich hier auch nicht scheuen, „das Badezimmerfenster mit Folie zuzukleben”.

Vergitterungen und mechanische Schließungen von Fenstern müssten allerdings erst mit dem Brandschutz abgestimmt werden, was wiederum das hinzugezogene Bauordnungsamt mache.

Letztlich müsse man, falls Personen wieder unbelehrbar gegen Recht und Ordnung verstießen, auch eine gerichtliche Überprüfung ins Auge fassen mit dem Ziel zu klären, ob die Betreffenden nicht besser in anderen Einrichtungen aufgehoben seien.

Die Nachbarn begrüßten die Zusage, dass man sich in nach den Herbstferien in etwa acht Wochen wieder zusammensetzen wolle, um den positiven oder nicht positiven Fortgang der Dinge zu besprechen. Schabrams Fazit: „Es wird Sanktionen geben.”
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