Ob Puppenwiege oder Fußball: Im Rathaus hängen Wünsche aus

Von: Thorsten Vierbuchen
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Sie sind zwar nicht die Weihnachtsmänner, möchten aber dennoch viele Kinderwünsche erfüllen: OB Marcel Philipp, Udo und Cornelia Wilschewski, Horst Kreutz und Stefan Küpper (v.l.). Foto: Heike Lachmann

Aachen. Die dreijährige Mia wünscht sich eine Puppenwiege aus Holz und Rico, 10 Jahre, träumt von einem Fußball – das können die Besucher des Aachener Rathauses auf den bunten Karten lesen, die den großen Weihnachtsbaum im Rathausfoyer schmücken. Am Mittwoch eröffnete Oberbürgermeister Marcel Philipp die Wunschzettelaktion der Stadt Aachen.

„Der Wunschzettel-Weihnachtsbaum ist bereits zur Tradition geworden, die passend zum Weihnachtsmarkt startet“, sagte Philipp. Bei den Wünschen der Kinder, die im Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrum Brand, dem Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Maria im Tann und dem Jugendhilfezentrum Burtscheid betreut werden, handele es sich um klassische Kinderwünsche. Der Oberbürgermeister ist sich sicher: „Wir werden bestimmt schnell Interessenten für die Wünsche finden.“

Mit den Präsenten komme aus der Mitte der Stadt eine große Wertschätzung für die Kinder zum Ausdruck, die sie auch bewusst als solche wahrnähmen, erzählte Horst Kreutz, Geschäftsführer des Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrum Brand. „Ich möchte mich im Namen der Kinder für die große Unterstützung bedanken“, so Kreutz.

Stefan Küpper, Geschäftsführer des Zentrums für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Maria im Tann, stellte beim Rückblick auf die vergangenen Jahre fest: „Die Geschenke bleiben zeitlos, die Kinder wünschen sich heute das Gleiche wie in den Vorjahren“.

Besonders im Jugendhilfezentrum Burtscheid, das viele Flüchtlingen beherbergt, zeige sich der weihnachtliche Gedanke, Heimat zu gewähren, erklärten die Einrichtungsleiter Cornelia und Udo Wilschewski. Man feiere Weihnachten mit den Flüchtlingen ganz besonders intensiv und könne im kulturellen Austausch viel lernen – das Ehepaar Wilschewski freut sich über die spannenden Prozesse im Jugendzentrum. „Aus unserer Einrichtung stammen die Wünschen von den älteren Kindern. Diese jungen Leute sind häufig elternlos und entwurzelt. Sie sind auf Unterstützung angewiesen“, betonte Udo Wilschewski.

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