Aachen - OB kann kochen, und Lang kann mullen

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OB kann kochen, und Lang kann mullen

Von: Peter Langohr
Letzte Aktualisierung:
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Legten sich bei der Erholungsgesellschaft für 100 Gästen ins Zeug und zauberten ein tolles Menü: Sternekoch Christoph Lang und OB Marcel Philipp. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Christoph Lang, der mit einem Michelin-Stern dekorierte Chef des „La Becasse” an der Hanbrucher Straße, ist ein Koch, der nicht um einen flotten Spruch verlegen ist. Oberbürgermeister Marcel Philipp ist ein beachtlicher Redner. Dass er aber auch ein begeisterter Hobbykoch ist, blieb den meisten bislang verborgen.

So lag es also nahe, die beiden zu einem Team unter dem Motto „kouche än mulle” - also kochen und reden - zusammenzuspannen. Eine tolle Idee des jungen Organisationsteams der Erholungsgesellschaft Aachen 1837, deren Umsetzung zu einem großartigen Erfolg wurde.

Maßgeblichen Anteil hatte dabei der Gedanke, mit einem köstlichen Diner nicht nur sich selbst etwas Gutes tun zu wollen, sondern auch einen beträchtlichen Teil des „Verzehrgeldes” für einen wohltätigen Zweck zur Verfügung zu stellen. Daher flossen von den 75 Euro, die jeder Teilnehmer zahlen musste, 25 Euro in einen Fonds, über dessen Verwendung Mitte Juni entschieden wird. Durch etliche Spenden während des Abends wurde der Betrag noch einmal kräftig aufgestockt.

Mehr als 100 Gäste konnte Sven Franke von der Erholungsgesellschaft, der den Abend moderierte, begrüßen. Für die männlichen Besucher gab es eine besondere Überraschung. Sie fanden auf den Namenskärtchen an ihren Plätzen Zusätze wie „Tischherr 1” oder „Tischherr 4” , was nichts anderes als eine freundliche Aufforderung war, doch bitte an ihrem Tisch den ersten oder den vierten Gang zu servieren. Eine Aufgabe übrigens, der sich die Herren mit bemerkenswerter Bravour entledigten, von bleibenden Schäden wurde jedenfalls bis Redaktionsschluss nichts bekannt.

Im festlich eingedeckten Ballsaal der Erholungsgesellschaft erlebten die Gäste einen denkwürdigen Abend, der locker und familiär, unterhaltsam und informativ sowie von kulinarischen Höhepunkten durchsetzt war.

Größten Anteil daran hatten die beiden Protagonisten, die dem Motto „kouche än mulle” in jeder Weise gerecht wurden, indem sie nicht nur die Gerichte des Abends für jeden sicht- und nachvollziehbar vorkochten, sondern mit intelligenten Fragen an den „Kollegen” für interessante Informationen sowohl aus der Welt der kulinarischen Genüsse wie auch der politischen Alltagsarbeit sorgten.

Die Rollen waren dabei schnell verteilt, denn, so Christoph Lang: „Der OB kann kouche, ich kann mulle”. Auf die Frage an den OB, ob es denn nicht schlimm sei, wenn in der Politik die Ellenbogen eingesetzt würden, entgegnete Marcel Philipp: „In der Politik geht es nicht ruppiger zu als in der Küche.”

Was folgte, war ein bunter Mix an Themen, von Personalentscheidungen und Michelin-Sternen über Küchengerätschaften und Alemannia-Bürgschaften bis hin zu Molekularküche und Lieblingsspeisen.

Natürlich konnte das Team Philipp/Lang nicht all die Gäste im Saal bekochen. Das hatte die Catering-Firma Event Probat nach den Vorstellungen von Christoph Lang besorgt, und so waren die einzelnen Gänge einfach, leicht und vor allem sehr, sehr lecker.

Spinat mit pochierten Eiern und Pistou, danach á la minute geräucherter Lachs auf Gurkenschmand, gefolgt von einem Sorbet, anschließend Entensauerbraten auf einem Bett von gebratenem Chicoree und als Nachtisch Champagnerzabayone mit Erdbeeren und Vanilleeis stellten auch die verwöhntesten Gaumen zufrieden.

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