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Nur Zentimeter entscheiden das Finale

Von: Guido Jansen
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Packende Zweikämpfe in fairer Atmosphäre gab es bei der Fußball-Stadtmeisterschaft in der Sporthalle Nord an der Neuköllner Straße zuhauf: Am Ende jubelten die Spieler der DJK Westwacht 08 Aachen. Foto: Guido Jansen

Aachen. Wenige Zentimeter haben am Sonntag den Unterschied gemacht. Wenige Zentimeter zu weit rechts war der wuchtige Schuss von Thomas Schmidt geraten.

Statt im Netz zu zappeln, zog es der Ball vor, laut gegen den Aluminium-Pfosten des Tors zu klatschen. Der Kicker von Rhenania Richterich raufte sich die Haare.

Das Tor zum Titel stand der Westwacht weit auf. Kapitän Mario Broichhausen vollstreckte und löste damit lautstarken Jubel bei seinen Mannschaftskollegen aus. „Der Sieg freut uns sehr”, erklärte Trainer Frank Küntzeler, warum seine Spieler so ausgiebig jubelten. „Wir spielen eine gute Saison. Aber das wird nicht so sehr wahrgenommen. Jetzt haben wir auch in der Halle gezeigt, was wir können.”

Knappe Niederlage

So hatte Westwacht Aachen die zweite Auflage der Aachener Stadtmeisterschaft um den Sparkassen-Pokal, die von den Aachener Nachrichten präsentiert wurde, mit 5:4 gewonnen. Des einen Freud war gestern in der Halle an der Neuköllner Straße nicht unbedingt des anderen Leid.

„Die Jungs haben in der Kabine schon wieder gelacht”, berichtete Richterichs Trainer Jan Wulff, dass die knappe Niederlage im Endspiel für kein Stimmungstief gesorgt habe. Schließlich könne der Landesligist auch mit dem Erreichen des Finales zufrieden sein.

Ein wenig geärgert hat sich der Coach trotzdem. Schließlich waren es wenige Zentimeter, die den Unterschied gemacht haben. „Schade”, so Wulff. „Der Neunmeter war sehr gut geschossen. Dass er am Pfosten landet, ist dann einfach Pech.”

Weniger Pech war beim Aus für den Vorjahressieger Hertha Walheim im Spiel. „Wir hatten es nicht verdient, hier ins Endspiel zu kommen”, kommentierte Trainer Mirko Braun nach dem Aus im Halbfinale. „Dafür haben wir uns einfach zu schwach präsentiert.”

Bereits in der Vorrunde wackelte die Hertha gegen Yurdumspor Aachen. 4:5 verlor der Favorit und musste anschließend bangen, um als bester Gruppenzweiter noch ins Halbfinale einzuziehen.

Hier war die Mannschaft aus dem Aachener Süden gegen Richterich bereits auf der Siegerstraße. Heinz Putzier hatte das 1:0 erzielt, weil er clever mit der Bande spielte, danach frei vor dem Tor stand und einschieben konnte.

Kurz vor Schluss gelang Richterichs Mark Szymczewski mit einem Gewaltschuss der Ausgleich. Es folgte das Neunmeterschießen. Das erste Glücksspiel des Tages konnte Richterich noch für sich entscheiden. Im Endspiel fehlten dem Mit-Favoriten wenige Zentimeter.

Darauf war die Westwacht nicht angewiesen. Denn Halbfinal-Gegner Yurdumspor tat dem späteren Sieger den Gefallen, mehrfach in einen Konter zu laufen. Nutznießer war Lambros N´tkoros, der beste Torschütze der Endrunde. Er traf drei Mal und legte damit den Grundstein zum 4:1-Sieg.

Die Richtericher hatten dabei genau zugeschaut. Das merkten die Zuschauer ihrer Spielweise im Finale an. Beide Teams agierten defensiv und abwartend. „Du willst halt nicht den einen Fehler machen”, erklärte Jan Wulff die Spielweise seiner Richtericher.

Westwachts Coach Frank Küntzeler hatte offenbar eine ähnliche Devise ausgegeben. So endete das Finale zunächst 0:0 Danach machten wenige Zentimeter den entscheidenden Unterschied aus.

Sehr zufrieden zeigten sich die Ausrichter Raspo Brand und Inde Hahn. „Man könnte fast meine, dass wir ein Verein sind. So gut hat die Zusammenarbeit geklappt”, sagte Martin Reski von Raspo.
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