Aachen - Nur als Kicker ein Fehleinkauf

Nur als Kicker ein Fehleinkauf

Von: Jan Mönch
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Trampolino (2. von rechts), der neue und teure Einkauf der Alemannia versagte. Deshalb wurde er als Dirk IV. zur neuen Öcher Tollität proklamiert. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Selten hat Jürgen Linden so falsch gelegen. „Kopfballstark, technisch versiert, unglaublich schnell”, lobt der Oberbürgermeister a. D. den Neuzugang seiner Alemannia. Und lehnt sich munter noch ein Stück weiter aus dem Fenster: „Jetzt können wir in der Rückrunde so richtig anpacken.” Von wegen.

Denn der so hoch gelobte Stürmerstar Trampolino entpuppt sich bei seinem Debüt - ausgerechnet gegen den Erzrivalen 1. FC Köln - als stocksteifer Chancentod. Wohin nun mit dem sündhaft teuren Fehleinkauf?

Die Lösung war für keinen der 1400 Jecken bei der Prinzenproklamation schwer zu erraten: Wie erwartet entledigte sich Dirk Trampen seiner schwarz-gelben Kickerkluft, selbstverständlich präsentierte er sich anschließend mit Prinzenkostüm und seinem Hofstaat als Prinz Dirk IV. Sein Prinzenspiel jedoch hatte zuvor mit einigen dicken Überraschungen aufgewartet.

Denn bei der Spaßversion des Derbyklassikers Aachen gegen Köln, die am Freitag auf der großen Bühne des Eurogress´ ausgetragen worden war, hatte anderen Akteuren ihr Trikot besser gestanden als dem - noch - designierten Spaßmonarchen. Gleich fünf ehemalige und aktuelle Alemannia-Spieler hatte der AKV mit Stefan Blank, Kai Michalke, Karlheinz Pflipsen, Thomas „die Axt” Stehle und dem unverzichtbaren Publikumsliebling Erik Meijer gewinnen können.

Letzterer war es dann auch, dem die Stümperei des neuen Mannschaftskameraden zu bunt wurde: „Trampolino ist kein Mann für die Alemannia”, schimpfte der Niederländer. Kommentator Stephan Kaussen pflichtete bei: „Ich feng, va ejene Weltstar ka mer och e Oche e beßje mieh verlange.” Erik Meijer wiederum sprach den Schlüsselsatz aus: „Du spielst so schlecht, du gehörst in einen Karnevalsverein.”

Dank an die Frau Mama

Sehr richtig, fanden alle Beteiligten. Und so übergab Senatspräsident Freddy Berndsen das Zepter an OB Marcel Philipp, der es an Dirk Trampen weiterreichte. AAK-Präsident Wilm Lürken steuerte die Mütze bei, die der Senat der Prinzengarde mit den prächtigen Fasanenfedern schmückte. Und - eine Premiere - Vorjahrestollität Thomas Ebert überreichte seinem Nachfolger die Prinzenkette. „Wir haben den neuen Prinzen”, verkündete daraufhin AKV-Präsident Horst Wollgarten.

Die schönsten Worte aber stammten vom frisch inthronisierten Prinz Karneval: „Liebe Mami, ich bin total froh, dass du mich in die Welt gesetzt hast.” Das glaubten die Jecken ihm gern.
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