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Nun kann der Aachener Herzwald wachsen

Von: Nina Krüsmann
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Auch Alemannia-Spieler  Thomas
Auch Alemannia-Spieler Thomas Stehle (hinten links) packte mit an, als im Gemeindeforst die ersten Bäume für den Aachener Herzwald gepflanzt wurden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Gemeinsam mit der Stadt Aachen hat die Stiftung Kinderherz am Dienstag den ersten Kinderherz-Wald in NRW eröffnet. Im Weißen Saal des Rathauses stellte Bürgermeister Björn Jansen die Aktion vor: „In Aachen wächst nun langsam ein Wald in Form eines Herzens, für diese tolle Aktion suchen wir Paten und Sponsoren.”

„Bäume filtern Luft und reichern unseren Planeten mit Sauerstoff an. Sie stehen für das Leben, ebenso wie unser Herz, das den Körper mit Blut versorgt”, begründete Dr. Gerd Krämer vom Gemeindeforstamt, warum Bäume und Herzen so gut zusammen passen. „Die Bäume symbolisieren all die Projekte, die wir für herzkranke Kinder verwirklichen”, erklärte Sylvia Paul, Vorstandsmitglied der Stiftung Kinderherz. Der erste Wald dieser Art wurde Anfang November in Lübeck angelegt, hier kamen bislang rund 40 000 Euro an Spenden zusammen. „Nun möchten wir in NRW einen ähnlichen Erfolg erreichen”, sagt Paul. Die Stadt Aachen stellt dafür eine Fläche im Gemeindeforst zur Verfügung sowie rund 5000 Bäume. Jeder kann die Aktion unterstützen: Eine symbolische Baumpaten­schaft kostet 20 Euro, zudem werden Sponsoren gesucht.

Alle Einnahmen fließen in die Arbeit für Kinder mit Herzfehlern. „Unsere Unterstützung reicht von der Diagnose und Behandlung über die Prävention bis hin zur Erforschung und Entwicklung neuer Heilmethoden”, sagt Paul. Aachener Initialsponsor ist das Unternehmen Babor, das mit 1000 Euro 50 Bäume finanzierte.

Erstes Ziel der Aktion in Aachen ist, der Klinik für Kinderkardiologie am Uniklinikum ein mobiles Ultraschallgerät zu übergeben. „Damit können kranke Kinder direkt am Bett, zum Beispiel auf der Intensivstation, untersucht werden”, erklärt Paul.

Die Kinder der Klasse 3a an der Gemeinschaftsgrundschule Oberforstbach haben ihr Taschengeld zusammengelegt und drei Bäume gekauft. „Wir wünschen uns, dass sich aus dem Kontakt zu den herzkranken Kindern Freundschaften oder Patenschaften entwickeln. Das wäre im Sinne unseres integrativen Ansatzes”, sagt Klassenlehrerin Christiane Karban. Als ersten Schritt haben die 25 Kinder „Herzbriefe” für Kinder in der Kinderkardiologie geschrieben.

Professor Hedwig Hövels-Gürich, Vertreterin der Klinik für Kinderkardiologie der Uniklinik Aachen, gaben einen Einblick in das Leben mit einem Herzfehler. Familie Bougé erzählte aus dem Alltag mit ihrer dreieinhalb Jahre alten herzkranken Tochter Hannah-Sophie. Das Mädchen leidet an einem angeborenen schweren Herzfehler. Erst kürzlich ist das Mädchen operiert worden, um das Loch in ihrem Herzen zu verschließen. „Heute kann Hannah-Sophie rennen und lachen wie ein normales Kind”, erzählen die Eltern.

Am Entenpfuhler Weg gab es dann den Startschuss für den Herzwald. Gemeinsam mit Alemannia Fußballprofi Thomas Stehle griffen die Oberforstbacher Kinder zum Spaten und pflanzten die ersten Bäume.
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