Aachen - Noch fehlt die Baugenehmigung für vertikale Windräder

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Noch fehlt die Baugenehmigung für vertikale Windräder

Von: mer/akai
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Aachen. Die Entscheidung über die geplanten Windkraftparks im Münsterwald und in Vetschau geht in die heiße Phase.

Dabei kündigt sich auf dem Gebiet der Windenergie derzeit eine technologische Neuerung an, hinter der allerdings noch das eine oder andere Fragezeichen steht: Die sogenannten „Vertikalwindenergieanlagen”.

Es handelt sich dabei um Windräder, deren Rotoren sich um eine senkrechte Achse drehen; im Gegensatz dazu drehen sich die Rotoren herkömmlicher Windräder senkrecht und sind deswegen abhängig von der Windrichtung. Dieses Problem soll durch die neuen Anlagen gelöst werden. Hinter der Entwicklung steht das RWTH-Institut für Aerodynamik.

Ein Prototyp der neuen Windräder könnte demnächst in der Nähe der Monschauer Straße an Grüne Eiche stehen - allerdings fehlt bisher noch die entsprechende Baugenehmigung. Projektleiter Markus Marnett will sich deswegen nicht zu Prognosen bezüglich der Leistungsfähigkeit der Windräder hinreißen lassen: „Viele Dinge können wir derzeit nur im Konjunktiv beantworten.” Die Errichtung der Anlage sei immerhin nur „ein erster Schritt”.

Ziel solle es aber dennoch sein, so Marnett weiter, dass die neuen, vertikalen Windräder die herkömmlichen zumindest adäquat ersetzen können - oder sogar verbessern. Es gehe eben darum, alternative Technologie in den Markt der Windenergie einzubringen. Und zumindest einen Vorteil sollten die neuen Windräder gegenüber den alten schon haben: Da sich die Rotoren langsamer drehen, soll der Betrieb weniger Lärm verursachen.

Der Antrag liegt dem städtischen Bauamt derzeit zwar schon vor, nur gab es bislang noch keine Rückmeldung. „Wir hoffen, dass uns in den nächsten Wochen die Genehmigung erteilt wird”, sagt Marnett. Der Landschaftsbeirat hatte den Bau der Versuchsanlage bereits zuvor genehmigt.

Ob diese „Vertikalwindenergieanlagen” beispielsweise eine Alternative für den Windpark Vetschau sein könnten, ist sicherlich eine der Fragen, die beim „Nachrichten”-Forum „Windenergie in Aachen” gestellt werden. Dazu laden die „Aachener Nachrichten” am Mittwoch, 18. April, um 19 Uhr ins Kasino des Zeitungsverlages an der Dresdener Straße 3 ein.

Zahlreiche Experten

Zu Wort kommen Umweltdezernentin Gisela Nacken, Prof. Dr. Georg Jacobs vom Institut für Maschinenelemente und Maschinengestaltung an der RWTH, Frank Brösse, Geschäftsführer der Stawag Energie GmbH, Thomas Kirchübel (BUND), Herbert Fleu (Nabu), Thomas Schmeink (Bürgerinitiative gegen den Windpark im Münsterwald), Christoph Hartmann (Windparkprotest Vetschau) sowie aus der Politik Harald Baal (CDU), Heiner Höfken (SPD), Jochen Luczak (Grüne), Dietmar Spotke (FDP), Andreas Müller (Linke), Gunter von Hayn (Piraten), Hans-Dieter Schaffrath (FWG) und Horst Schnitzler (UWG).

Für das Publikum besteht die Möglichkeit bei der Veranstaltung, die von den „Nachrichten”-Redakteuren Achim Kaiser und Gerald Eimer moderiert wird, Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Anmeldungen sind noch möglich per Mail an „an-lokales-aachen@zeitungsverlag-aachen.de”, per Fax (5101-440) oder an AN-Lokalredaktion, Postfach 500110, 52085 Aachen (Stichwort AN-Forum Windkraft).
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