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Noch 90.000 Euro für Projekte gegen Rechts

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Runde Tisch gegen Rechts ist zu einer festen Größe im Aachener Kampf gegen Neonazi-Aktivitäten geworden. Das jedenfalls stellte OB Marcel Philipp im Rahmen einer Presskonferenz fest, auf der Winfried Casteel (VHS-Aachen) und Dominik Clemens (Arbeit und Leben DGB/VHS) einen Zwischenbericht über den lokalen „Aktionsplan gegen Rechtsex­tremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ gaben.

Die 240.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ seien in den vergangenen eineinhalb Jahren in „rund 25 kleinen und größeren Aktivitäten“ in der Stadt gut angelegt worden, berichtete Clemens. Einen guten Überblick über die Projekte gibt eine kleine Broschüre, die ebendort vorgestellt wurde.

Unter dem Titel „Gemeinsam gegen Rechts“ sind Projekte beschrieben wie etwa „Aachen Ost – was geht“, bei der in der OT Josefshaus an Jugendliche aus dem Ostviertel wendete, unter anderem war ein Rap-Wettbewerb einer der Höhepunkte.

Des Weiteren gab es einen Fotowettbewerb, eine Juso-Bierdeckelaktion oder einen Stadtplan der „Wege des Vergessens“, mit dem man das Aachen der Nazizeit erforschen kann. All diese Projekte werden in der Koordinierungsstelle des Programms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ von Casteel und Clemens gebündelt und betreut. Das Schöne und Wichtige sei, erklärte Clemens vor der Presse, dass noch 90.000 Euro für Projekte nicht staatlicher Organisationen bis zum 31.12.2013 abgerufen werden können.

OB Marcel Philipp und Bürgermeisterin Hilde Scheidt lobten gleichermaßen den Einsatz der Aachener Bürgerschaft gegen Rechts und machten deutlich, dass die Arbeit gegen rechte Ideologien und Aufmärsche durch den gebündelten Aktionsplan und die zur Verfügung stehenden geldlichen Mittel bereits eine andere Qualität bekommen hätten.

Für April, so der OB, seien wahrscheinlich wieder rechte Aufmärsche zu befürchten, der Aachener Polizeipräsident prüfe hier momentan erneut Verbotsmöglichkeiten. Klar müsse jedoch allen sein, dass rechtem Gedankengut nicht mit Verboten beizukommen sei. Wer mitmachen will: Infos unter www.lap-aachen.de

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