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Nizzaallee soll geschützt werden

Von: Alfred Stoffels
Letzte Aktualisierung:
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Villa zwischen Wohnanlagen: Die Stadt Aachen will jetzt dafür sorgen, dass es auf den Grundstücken zwischen Nizzaallee und Lousberg nicht zu weiterer „Verdichtung” kommt. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die Nizzaallee am Fuße des Lousbergs ist eine der besten Wohnadressen in Aachen. Besonders auf der Nordwestseite, den Hang hinauf, befinden sich die repräsentativen Grundstücke mit ebensolchen Gebäuden drauf.

Bei der Stadt Aachen geht die Furcht um, dass der Charakter dieses attraktiven Wohngebiets verloren gehen könnte, deshalb plant sie Gegenmaßnahmen: „Eine unerwünschte Verdichtung durch neue Eigentumswohnanlagen” soll verhindert werden, per Aufstellung eines Bebauungsplans. Heute befasst sich der Planungsausschuss mit der Sache.

Sollte es so kommen, kann sich die SPD zumindest einen Teilerfolg zurechnen: Die Sozialdemokraten hatten beantragt, für das gesamte Viertel (samt Lousbergstraße, Försterstraße, Theresienstraße, Weyhestraße und Kupferstraße) einen Bebauungsplan zu erarbeiten, „um eine sinnvolle städtebauliche Ordnung zu erreichen”. Solchen Aufwand hält die Verwaltung allerdings nicht für nötig, weil es mit Ausnahme der Nizzaallee nicht mehr viel zu verdichten gebe und die restlichen Steuerungsmaßnahmen über den Paragrafen 34 Baugesetzbuch zu managen seien.

Für den Bereich an der Nizzaallee Richtung Lousberg (zwischen den Lousberg-Aufgängen Weyhestraße und Rütscher Straße) sieht die Stadt allerdings Handlungsbedarf. Dort befinden sich rund zwei Dutzend Grundstücke, die in den zurückliegenden Jahrzehnten, so die Beobachtung der Bauverwaltung, mit teilweise sehr großen Anlagen mit Eigentumswohnungen bestückt worden seien. Von einem „erheblichen Druck” des Markts auf diese attraktiven innenstadtnahen Parzellen und damit „die vorhandenen Strukturen” ist die Rede.

Zwischen den bereits existierenden Wohnanlagen gibt es einige alte Villen aus der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, von denen zwei unter Denkmalschutz stehen. Auch ein Institut der RWTH und die Evangelische Studierendengemeinde (ESG) sind auf weitläufigem Terrain an der Nizzaallee untergebracht - besonders diese beiden Objekte hat die Stadt im Blick, wenn sie von der „Gefahr einer unerwünschten Verdichtung” durch neue Wohnanlagen spricht.

Offensichtlich hält die Stadt es für möglich, dass TH und ESG an der Nizzaallee die Segel streichen, um sich irgendwann auf dem geplanten Campusgelände anzusiedeln. Gleichzeitig würde das riesige Campus-Unternehmen die Nachfrage nach Wohnraum kräftig beflügeln, auch und gerade an der Nizzaallee.

Um einer „städtebaulichen Fehlentwicklung” entgegenzuwirken, empfiehlt die Verwaltung daher mit Nachdruck einen Bebauungsplan. Dazu der planungspolitische Sprecher der SPD, Norbert Plum: „Wir sind froh, dass unserem Vorschlag so schnell gefolgt wurde.” Auch im Südviertel habe man es ja geschafft, die Zersiedelung/Verdichtung zu stoppen.
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