Aachen - „Nightfever” in St. Foillan: Wieder brennen über tausend Kerzen

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„Nightfever” in St. Foillan: Wieder brennen über tausend Kerzen

Von: Nils Heinichen
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„Nightfever” in St. Follian:
„Nightfever” in St. Follian: Rund tausend Besucher zündeten am Samstag mehr als tausend Kerzen an. Seit 2009 wird der Kirchenabend regelmäßig veranstaltet. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Schön, dass du der Einladung gefolgt bist, in die Kirche zu kommen”, heißt es auf einem Banner am Eingang der Kirche St. Foillan am Dom. Wieder einmal über tausend Besucher folgten der Einladung zum „Nightfever”, am Samstagabend einen Abstecher ins Gotteshaus zu machen und eine Kerze anzuzünden.

Seit dem Weltjugendtag 2005 gibt es „Nightfever”, das sich vor sieben Jahren in Bonn entwickelt hat. Schon seit drei Jahren hat sich die Aktion auch in Aachen fest etabliert. „Nightfever breitete sich immer weiter auf die Großstädte aus, sodass dann irgendwann der Beschluss kam: Das brauchen wir auch in Aachen!”, erklärt Angela Blasel, die Hauptverantwortliche der Aktion.

Zehn junge Katholiken setzten sich zusammen und veranstalteten im Juni 2009 erstmalig den Kirchenabend in Aachen. Seitdem findet „Nightfever” im Rhythmus von zwei Monaten regelmäßig statt.

Der Ablauf des Abends ist dabei immer gleich. Um 18.30 Uhr beginnt der Abend mit einer Messe. Im Anschluss findet bis 23.30 Uhr die Anbetung in der Kirche statt. Die Leute können dann in die Kirche kommen, eine Kerze anzünden, beten oder in einem Gespräch mit einem Pfarrer ihre Sorgen loswerden. Begleitet wird die Zeit mit Live-Musik. Um 23.30 Uhr endet der Abend traditionell mit einem Komplet, dem Nachtgebet der Kirche.

„Viele Leute kennen es nicht mehr in die Kirche zu gehen. Aber eine Kerze anzuzünden ist den meisten Menschen ein Begriff. Das spricht sie an”, sagt Angela Blasel. „Sie können entscheiden, ob sie nur kurz reinkommen und ein Licht anmachen oder ob sie längere Zeit in der Kirche verweilen möchten”, ergänzt sie.

Das Angebot kommt gut an, vor allem bei vielen jungen Menschen. Bei jedem „Nightfever” werden über 1000 Kerzen angezündet. Je nach Jahreszeit und Wetter sogar über 2000. „Es geht nicht in erster Linie darum, das Ansehen der Kirche oder der Religion zu verbessern, sondern vielmehr darum, dass die Menschen sich Gedanken machen sollen: Warum lebe ich? Was steckt hinter Gott?”, schildert Blasel.

Um möglichst viele Leute ansprechen zu können, findet „Nightfever” immer an Samstagabenden statt. „Da sind die meisten Leute in der Stadt und haben Zeit”, begründet die Hauptverantwortliche.

So wie Bettina Künzel. „Ich komme gerade vom Einkaufen und bin zufällig darauf aufmerksam geworden. Eine super Aktion. Es herrscht eine unglaublich friedliche Atmosphäre. Das ist schon etwas Außergewöhnliches, gerade in der heutigen Zeit”, meint die Besucherin.

Das nächste „Nightfever” findet am Samstag, 1. Dezember, statt. Zur Weihnachtszeit werden noch mehr Besucher erwartet. Besser als die Worte von Papst Johannes Paul II. lässt sich die Aktion von „Nightfever” wohl nicht beschreiben: „Die Kirche lebt, die Kirche ist jung!”.
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