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Nicht nur Zustimmung für den „Grünzug” Haaren

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Eigentlich gab es vor Jahren schon Pläne, in Haaren nördlich der Autobahn A544 neuen Wohnraum zu schaffen und zu bauen. So ist es auch im Bebauungsplan festgelegt.

Doch der Lärm der nahe gelegenen Autobahn machte den interessierten Investoren wiederholt einen Strich durch die Rechnung. Sie sollten auf eigene Kosten eine Lärmschutzwand errichten - das machte ihre Baupläne zu teuer und damit unrentabel.

Auch wenn es im Bebauungsplan so vorgesehen war, wurde in dem Bereich Kreuzstraße, Friedensweg, Haarener Gracht und Haarbachtalstraße nie gebaut.

Deshalb sollen die städtischen Pläne jetzt entsprechend geändert werden. Im Flächennutzungsplan sollen die Flächen als das ausgewiesen werden, was sie sind: landwirtschaftliche Nutzfläche.

Ein „Grünzug” in Haaren, eine Fläche also, die als Naherholungsgebiet genutzt werden könnte, wäre den Haarener Bürgern gerade recht. Vor allem der Bereich nördlich der Haarener Gracht sollte ihrer Meinung nach unberührt bleiben.

Vielfältiger sind die Meinungen schon für den Teil südlich der Haarener Gracht. Hier hatten Investoren wiederholt versucht, Bauvorhaben in Angriff zu nehmen, waren aber immer wieder an Bestimmungen und Richtlinien gescheitert.

Dennoch wollen sie grundsätzlich weiter an ihren Plänen festhalten, zumal inzwischen ein Großteil der Hindernisse aus dem Weg geräumt sei.

Das machten sie deutlich, als die Haarener Bürger jetzt bei einer öffentlichen Anhörung Stellung nehmen konnten zur geplanten Änderung des Flächennutzungsplans.

Auch wenn die Beteiligung nicht gerade überwältigend war, hielten zumindest die etwa 15 anwesenden Bürger mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Deutlich wurde dabei vor allem auch die Enttäuschung jener, die wiederholt versucht hatten, ihre Baupläne in die Tat umzusetzen.

Wieviel Wohnraum nötig?

Interessant sei doch, zunächst einmal zu klären, welcher Bedarf an zusätzlichem Wohnraum in Haaren bestehe, meinte ein Bürger. Angesichts der Pläne zum Campus Melaten werde immer wieder betont, dass neuer Wohnraum von Nöten sei. Warum in Haaren nun darauf verzichtet werden solle, während in Brand - speziell im Brander Feld - gebaut werde, auch wenn es dort zunächst ähnliche Probleme mit dem Lärmschutz gegeben habe, erschien einigen Haarenern nicht plausibel.

Nach ihrer Meinung wird sich die Sachlage mit dem Ausbau des Aachener Kreuzes auch erneut ändern. Dann werde die A 544 möglicherweise als Bundesstraße eingestuft, was die Lärmbelästigung erheblich mindern könnte. Zudem sehen sie die Stadt in der Verpflichtung, Maßnahmen zur Lärmminderung einzuleiten.

Die Pläne mit Darstellung der voraussichtlichen Auswirkungen können noch am Freitag im Bezirksamt Aachen-Haaren, Alt-Haarener-Straße 139/141, eingesehen werden.
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