Aachen - Neujahrsempfang: OB verspricht für 2014 weniger Baustellen

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Neujahrsempfang: OB verspricht für 2014 weniger Baustellen

Von: Georg Dünnwald
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Optimistisch schaut Oberbürgermeister Marcel Philipp in die Zukunft. Er hatte die Vertreter der Aachener Vereine zum Neujahrsempfang in den Krönungssaal gebeten. Foto: Martin Ratajczak
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Im Werkmeistergericht des Rathauses stellen sich die Träger des Ehrenamtspreises 2014, die Helferinnen und Helfer des ambulanten Hospizdienstes der Aachener Caritasdienste und der Einzelpreisträger Werner Barke (5.v.r.) vor, bevor der Neujahrsempfang beginnt. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. „Heute wissen wir, wie die Bilanz 2013 aussieht“, ließ am Mittwochabend Oberbürgermeister Marcel Philipp beim Neujahrsempfang für die Vereine das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. „Wir haben einen neuen Papst, der Tod von Präsident Nelson Mandela hat uns sehr betroffen gemacht. Viele Aachener engagieren sich übrigens ehrenamtlich im südafrikanischen Kapstadt, unserer Partnerstadt. Was hat uns noch beschäftigt? Die Bundestagswahl, deren Ausgang nicht jeden zufriedengestellt hat.“

Der OB erinnerte auch an die Vorgänge um Bombardier, die von Ende 2012 bis etwa Mitte 2013 die Region bewegten. „Dem Mut der Arbeitnehmer und Investoren ist ein Neuanfang zu verdanken. Und dabei darf nicht die RWTH mit ihren Innovationen vergessen werden. Jetzt werden an der Jülicher Straße bereits Elektrofahrzeuge produziert.“ Überhaupt sei die RWTH einer der Motoren, die die Entwicklung in Aachen antrieben. „Der Campus wächst sichtbar, mit einer passablen Architektur und mit dem Blick auf Forschung und dadurch geschaffene Arbeitsplätze.“

Ein weiterer Höhepunkt sei die neu gewonnene Freundschaft der Stadt mit Istanbul-Sariyer, „die Früchte tragen wird“, davon ist das Stadtoberhaupt überzeugt. Für Philipp, einem bekennenden Förderer des Ehrenamts, war im vergangenen Jahr der Ehrenamtstag „Ehrenwert“ einer der wichtigsten Tage in der Stadt. Ob Karnevalsverein, Tierschutzvereine, Freiwillige Feuerwehr, Sportvereine, und, und, und... Sie alle hätten sich mit Erfolg präsentiert. Es sei eine reine Freude gewesen, das alles zu erleben, meinte der OB.

„Was sich in diesem Jahr alles entwickelt, kann keiner voraussehen. Aber wir können planerisch darauf hinarbeiten. Aber wir wissen ja, was auf uns zukommt. Das Karlsjahr hat begonnen. Zur Ausstellung, die am 19. Juni beginnt, haben sich schon sehr, sehr viele Leute angemeldet. Zusätzlich haben wir noch die Heiligtumsfahrten in Aachen und Kornelimünster, die auch stark besucht sind. Das wird Aachens Wirtschaft beleben. Deshalb verspreche ich auch, dass es im Sommer in der Innenstadt wesentlich weniger Baustellen gibt.“ Der Satz wurde von den rund 800 anwesenden Vertretern der Aachener Vereine mit dickem Applaus belohnt.

Der Oberbürgermeister sah Lichtblicke: „Die Kaiserplatz-Galerie, die ‚Aquis Plaza‘ heißen soll, wächst in diesem Jahr in die Höhe. Bald wird mehr zu sehen sein als eine Brache. Nun müssen wir nur noch dafür sorgen, dass der Einzelhandel zwischen Rathaus und Dom belebt wird.“ Die Stadt habe alle Chancen, die Arbeitslosigkeit zu senken und die Zahl der Beschäftigten zu erhöhen. „Dabei hilft uns die RWTH mit ihren Projekten“, betonte der OB noch einmal. „Nur mit Wachstum bekommen wir den städtischen Haushalt in den Griff“, denn schließlich habe die Kommune viele Aufgaben zu erfüllen. Sie müsse die Infrastrukturen aufrecht erhalten, sie müsse Sportangebote und nötige Stätten dafür offerieren.

„Und all das würde ohne den ehrenamtlichen Einsatz der Vereinsmitglieder nicht gelingen“, zeigte sich Philipp überzeugt. „Das Ehrenamt ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält“, ist Philipps feste Überzeugung.

Der Oberbürgermeister äußerte anschließend zwei Wünsche fürs noch junge Jahr: „Auch dieses Jahr werden wir wieder einen Frühjahrsputz anbieten. Bitte nehmen Sie zahlreich teil. Diesmal soll es verstärkt um Spielplätze gehen. Und wir suchen dringend Wahlhelfer für die Ende Mai stattfindenden Kommunal- und Europawahlen. Dann sind alleine sieben Wahlzettel anzukreuzen. Da benötigen wir viele Helfer, um alles nachher auszuzählen.“

Das Steckenpferd des Stadtoberhaupts aber ist und bleibt das Ehrenamt. Und so kürte der Oberbürgermeister im Rahmen des Neujahrsempfangs auch die Preisträger des diesjährigen Ehrenamtspreises. Diese Ehrung erhielten zunächst die 23 Helferinnen und Helfer des ambulanten Hospizdienstes der Aachener Caritasdienste für die aufopfernde Arbeit, die sie mit Todkranken und deren Angehören bewältigen. Als Einzelperson wurde zudem Werner Barke ausgezeichnet, der sich in der Suchtprävention engagiert. Die Preisträger erhalten 500 Euro, die sie in ihr jeweiliges Projekt stecken müssen, sowie das Silberne Karlssiegel der Stadt Aachen.

Beim Neujahrsempfang der Vereine ist es Tradition, das ein Vereinsvertreter nach dem OB ebenfalls eine Rede hält. Diesmal war es Frank Schidlowski, der Vorsitzende des Post-Telekom-Sportvereins Aachen. Der PTSV habe mehr als 2700 Mitglieder. Und diese zu betreuen, sei alleine durch Ehren­amtler nicht mehr möglich. Der PTSV biete Breitensport, habe aber auch die „Ladies in Black“, das Damenvolleyball-Bundesligateam in seine Reihen aufgenommen.

Für den musikalischen Rahmen sorgte der Meisterchor St. Mariengesangverein Horbach, der in diesem Jahr 150 Jahre alt wird. Unter der Leitung seines Dirigenten Ando Gouders unterhielten die Sänger die 800 Gäste. Die anschließende Bewirtung wurde exzellent durch die gemeinnützige Firma „Kostbar“ übernommen.

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