Radarfallen Blitzen Freisteller

Neues Lokal "8": Eine Kneipe mit gutem Essen

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
6959269.jpg
Seit Anfang der Woche im Restaurant „8“: Gastronomin Fan-Zen Shiau mit ihrem Restaurant-Leiter Andreas Jansen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Fan-Zen Shiau, Gastronomin des bekannten Restaurants „Dschingis Chan“ in Aachen, trägt in ihrem Vornamen einen Begriff, der verpflichtet. „Zen“, sagt sie, bedeutet die Suche nach der Wahrheit. Und der Wahrheit ist die seit ihrer frühen Jugend in Aachen lebende Chinesin stets verpflichtet, in Gesprächen, aber auch in ihren gastronomischen Ambitionen.

So hat sie sich gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Fan-Fee Shiau einen Traum erfüllt, der in der Kleinmarschierstraße 74-76 seit Anfang dieser Woche in dem Restaurant mit dem schlichten Namen „8“ so richtig aufblühen soll. „Wir wollten was ganz anderes machen als in unserem Dschingis Chan“, erläutert sie.

Und doch hat sie bewusst traditionsreiche Räume ausgewählt. Denn die neue Lokalität mit ihrer topmodernen Einrichtung ist genau das Gegenteil dessen, was früher die Gäste erwartete. Bis vor einiger Zeit befand sich hier einer der ältesten Aachener „Chinesen“, ein Restaurant-Klassiker mit dem typischen Namen „Shanghai“ und einem etwas verstaubt wirkenden plüschigen Ambiente.

Doch auch Fan-Zen Shiau erinnerte sich nach der Schließung wie andere an die stets blütenweißen Tischdecken in dem Restaurant. „Ich bin hingegangen, um nach diesen Tischdecken zu fragen. Die konnte ich brauchen“, sagt sie. Als sie dort war und sich das Ganze ansah, da reifte in der erfolgreichen Restaurantbetreiberin der Gedanke, dort ein Lokal zu etablieren, in dem sie auch etwas andere Gerichte anbieten kann.

Tageskarte auf der Tafel

Das Restaurantgeschäft will sie in diesem Lokal mit einem unkomplizierten Kneipenbetrieb kombinieren. „Wir haben eine Tageskarte, die wir nur auf eine Wandtafel schreiben“, erklärt sie. Alle Tische in dem neuen Laden hat sie selbst hergestellt und mit einer schlichten Oberfläche versehen. Dazu kommt ein einfach mit Lack versiegelter Betonboden.

An den Wänden und an der Theke aber trumpft sie mit natürlichen Materialien auf. Dort wo Cocktails wie der „Red Lotus“ (mit Sake) oder der „Singapur Sling“ gemixt werden, ist hochwertiges Leder verarbeitet, die lange Seitenwand des Lokals schmückt eine grüne Mooswand. Eine Kneipe mit gutem Essen, das ist für Fan-Zen Shiau das uralte Konzept, das immer läuft.

Könner an Pfanne und Wok

So hat sie auch darauf bestanden, dass ihre im hinteren Emporenbereich des Lokals – hier geht es sowohl ins Souterrain wie ein paar Treppenstufen nach oben – liegende Küche möglichst gut für die Gäste einsehbar ist, ein Konzept, das heute immer mehr Freunde findet und ein weiteres Bekenntnis der Gastronomin zur Wahrheit ist.

Als Hauptköche hat sie einen chinesischen und einen deutschen Champion an Pfanne und Wok zusammengebracht, die gleichermaßen für die ausgezeichnete Zubereitung eines Steaks wie eines asiatischen Huhns aus dem Wok oder einer Dorade mit Pesto garantieren.

Und warum heißt das Lokal „8“? „Die Acht ist bei uns Chinesen eine magische Zahl, eine Zahl, die Glück bringt“, erklärt sie. Denn die Acht habe keinen Anfang und kein Ende, und liegend sei sie das Symbol für das Unendliche. Das ist zweifellos die reine Wahrheit.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert