Aachen - Neues Kurhaus: Varieté-Anbieter sagt ab

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Neues Kurhaus: Varieté-Anbieter sagt ab

Von: Achim Kaiser
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Die Varieté-Pläne für das Neue Kurhaus sind momentan ad acta gelegt, weil der Theater-Betreiber GOP der Stadt eine Absage erteilt hat. Die Sanierung des Gebäudes an der Monheimsallee soll im kommenden Jahr beginnen. Foto: Harald Krömer
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Glücksspiel im Tivoli: Das Spielcasino wird nächstes Jahr vorübergehend in den Businessbereich des Stadions einziehen. Foto: Stock/Imagebroker

Aachen. So langsam aber sicher kommt Bewegung in den Umbau des Neuen Kurhauses. Auch wenn die Impulse derzeit eher von außen kommen. Denn der Varieté-Theater-Betreiber GOP hat der Stadt mitgeteilt, dass er keine weiteren Verhandlungen mehr führen wird und auf einen alternativen Standort ausweichen will.

„Das ist richtig“, bestätigt Stadtsprecher Hans Poth. „GOP hat zwar abgesagt, aber die Stadt will an dem Konzept festhalten und bemüht sich nun um einen anderen Partner.“

Laut AN-Informationen ist auch eine Show wie die Produktion „Stars in Concert“ denkbar, die seit 16 Jahren in Berlin mit großem Erfolg gezeigt wird. Auf der Homepage des Unternehmens heißt es: „Die weltbesten Doppelgänger bringen Legenden der Musikgeschichte wie Elvis Presley, Michael Jackson oder Whitney Houston bis hin zu Madonna, Amy Winehouse oder Robbie Williams live auf die Bühne.“

Ob es tatsächlich zu einer städtischen Kooperation mit der Stars in Concert Veranstaltungs-GmbH kommt, ist derzeit noch offen. Auch eine mögliche Zusammenarbeit mit der Apollo Varieté Betriebs-GmbH in Düsseldorf soll diskutiert werden. „Ich kann dazu konkret nichts sagen. Die Stadt will mit mehreren in Frage kommenden Anbietern Gespräche führen“, erklärt Poth.

Dass die GOP abgesprungen sei, hänge mit der langen Dauer der Kurhaus-Sanierung zusammen. „Die GOP wollte zügig nach Aachen kommen“, bestätigt Stadtsprecher Poth. Das ist aber nicht möglich, weil die Generalsanierung des in die Jahre gekommenen Neuen Kurhauses etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen wird.

Die Stadt geht davon aus, dass 2015 mit der Modernisierung des Gebäudes an der Monheimsallee begonnen werden kann. „Wir stecken momentan in den Verhandlungen mit der Stadt bezüglich unseres vorübergehenden Umzugs zum Tivoli“, sagt Mathias Wieland, Sprecher der Westdeutschen Spielbanken GmbH. Verträge seien zwar noch nicht unterschrieben, aber Wieland geht davon aus, dass das Aachener Spielcasino für die Dauer der Sanierung in den Business-Bereich des Fußball-Stadions an der Krefelder Straße zieht. Annähernd 2000 Quadratmeter benötigt die Westspiel für Roulette- und Pokertische sowie Spielautomaten. Da sie wegen des auslaufenden Vertrages das Kapuziner Karree mit ihren Automaten räumen muss, will die Westspiel die rund 100 Geldgewinnautomaten auch im Tivoli unterbringen. „Das ist eine Lösung für die Dauer der Revitalisierung des Neuen Kurhauses. Danach bringen wir die Automaten auch in der Spielbank an der Monheimsallee unter“, betont Westpiel-Sprecher Wieland.

Die 2017 auslaufende Konzession für den Aachener Casino-Standort ist bereits bis 2022 verlängert worden. Umbau und Sanierung verschlingen rund 21 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt, die Westspiel-Gruppe will eine siebenstellige Summe in eine neue Ausstattung samt Tischen und Tresoren investieren.

„Wir wollen die Spielbank langfristig in Aachen halten, deshalb muss die Sanierung des Neuen Kurhauses vorangetrieben werden, damit es vernünftig genutzt werden kann“, unterstreicht auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Harald Baal.

„Wir haben schon im März Druck gemacht, was den Umbau betrifft“, erklärt SPD-Ratsherr Björn Jansen: „Es besteht dringender Handlungsbedarf. Wir wollen mit einem attraktiven Spielcasino den Standort Aachen weiter stärken.“ Um so erfreulicher sei es, das jetzt Bewegung in die Sache komme. Und so hofft Jansen, dass der von der SPD seinerzeit gestellte Antrag (Erstellen eines Nutzungskonzepts für das Neue Kurhaus) in der kommenden Ratssitzung am 5. September endlich auf der Tagesordnung steht.

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