Aachen - Neues Kurhaus: Die SPD setzt die Stadt unter Druck

Neues Kurhaus: Die SPD setzt die Stadt unter Druck

Von: Achim Kaiser
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Die SPD will die geplante Sanierung des Neuen Kurhauses an der Monheimsallee vorantreiben. Geplante Kosten: 21 Millionen Euro. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Sozialdemokraten machen Druck, was den Umbau des Neuen Kurhauses an der Monheimsallee betrifft. Noch vor der Kommunalwahl müsse der Rat einen Entschluss herbeiführen, der festschreibt, wann mit der Planung und Realisierung des 21-Millionen-Euro-Projekts begonnen werden kann.

„Es besteht dringender Handlungsbedarf. Wir haben immer wieder darauf hingewiesen und gemäß unseres Leitspruchs ‚Aachen bewegen‘ muss sich jetzt auch hier mal was bewegen“, erklärt der Aachener SPD-Chef Karl Schultheis.

Immerhin habe sich die SPD auf Landesebene zusammen mit den Grünen dafür stark gemacht, dass Aachen Spielbankstandort bleibt und die Eigentümerin Westspiel im Gegenzug eine Konzession für eine weiteres Casino in Köln erhalten hat. Nur auf den politischen Druck hin ist die 2017 auslaufende Konzession für Aachen bereits bis 2022 verlängert worden.

Der SPD geht es in erster Linie darum, mit einem attraktiven Spielcasino den Standort Aachen weiter zu stärken. Dazu zähle auch die Neubelebung des Unterhaltungsangebots an der Monheims–allee. Beschlossene Sache sei, dass mit dem Varieté-Betreiber GOP künftig buntes Entertainment und Edelgastronomie in den neuen Räumen Einzug hält.

„Die Frage ist nur: wann?“, betont der sozialdemokratische Oberbürgermeisterkandidat Björn Jansen. Der Rat habe sich zwar mehrheitlich für die Sanierung und den neuen Partner des Casinos ausgesprochen, in dem letzten Beschluss stehe aber lediglich: „Der Rat beauftragt die Verwaltung, ein Nutzungskonzept für das Neue Kurhaus mit Westspiel, GOP und Eurogress weiter zu verfolgen.“ Die Kämmerin habe die 21 Millionen Euro in den Planungen für künftige Haushalte festgehalten, eine Entscheidung müsse aber jetzt fallen. „Wir wollen in der Ratssitzung am 5. Mai Klarheit über Konzept und Sanierungsbeginn. Denn auch die GOP braucht Planungssicherheit“, sagt Ratsherr Jansen.

Auch müsse vor dem Umzug des Casinos zum Tivoli geklärt werden, dass die Westspiel mit ihrer Spielbank auch wieder in das Neue Kurhaus zurückkehren kann, wenn die Sanierung abgeschlossen ist, fordert SPD-Chef Schultheis. Immerhin will die Westspiel-Gruppe rund zehn Millionen Euro in neue Ausstattung samt Tischen und Tresoren investieren.

„Es geht auch um die Glaubwürdigkeit der Stadt. Wir können dieses Thema nicht auf den St. Nimmerleinstag verschieben“, sagt Schultheis. Die Stadt müsse, so Ratsherr Claus Haase, „klare Prioritäten setzten, mit beschränkten Mitteln geht das nicht.“

Herausforderer Jansen nimmt Amtsinhaber Marcel Philipp in die Pflicht: „Der OB muss auch mal tätig werden und etwas nach vorne bringen.“

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