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Neuer Prinz: AKV präsentiert Michael Foellmer

Von: Holger Richter
Letzte Aktualisierung:
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AKV-Präsident Werner Pfeil (vorne, links) präsentiert den künftigen Karnevalsprinzen Michael Foellmer (vorne, rechts), der als Mike I. gemeinsam mit seinem Hofstaat in die Session gehen wird.

Aachen. Gute fünf Monate Wartezeit hat Michael Foellmer investiert – und das alles für 38 Tage. Denn so lange wird die künftige Karnevalssession in Aachen dauern, von seiner Proklamierung am 6. Januar im Eurogress bis Aschermittwoch am 14. Februar.

Als Mike I. wird der 47-jährige Versicherungs- und Finanzberater gemeinsam mit seinem zwölfköpfigen Hofstaat in dieser Zeit durch Aachens jecke Säle touren. Das hat der Aachener Karnevalsverein (AKV) am Donnerstag bekannt gegeben.

Schon im vergangenen Oktober habe er seine Bewerbung als Aachens neuer Prinz Karneval beim AKV abgegeben, verrät Michael Foellmer bei seiner Präsentation, vor rund drei Wochen kam die Zusage. „Seine Bewerbung hat uns überzeugt“, sagt AKV-Präsident Werner Pfeil zu dem Konzept, dass Foellmer eingereicht und mit dem er sich gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt hat. Und dieses Konzept sieht vor, die Themen Kinder und Natur in den Karneval zu bringen, denn das Motto des künftigen Prinzen lautet: „D‘r Öcher Bösch, deä bruucht sing Böüm, wie d‘r Fastelovvend sing Kengerdröüm.“

Kinderträume als Leitmotiv

„Die Kinderträume sollen mein Leitmotiv sein“, erklärt Michael Foellmer, „denn für mich geht mit der Rolle als Karnevalsprinz ein Kindertraum in Erfüllung.“ Als kleiner Jung habe er fasziniert beim Rosenmontagszug zugesehen. Erste jecke Erfahrungen habe er dann im Hofstaat des Brander Bürgerprinzen Dirk I. (Vopel) im Jahr 200 gesammelt. Und hautnah habe er die Prinzen-Rolle als Till Eulenspiegel im Hofstaat des Narrenherrschers Thomas II. (Sieberichs) in der Session 2012/2013 kennengelernt. „Ich weiß also, wo man sich in Aachens Sälen draufstellen kann und wo besser nicht“, erinnert er sich lachend. Zwischen 2004 und 2014 war Foellmer aktives Mitglied der Oecher Duemjroefe, deren Präsident Thomas Sieberichs heute ist. Inaktives Mitglied ist der künftige Prinz zudem in der Prinzengarde und der Oecher Penn.

Andere Schwerpunkte

Seinen Vorgänger Thomas III. (Jäschke), während dessen Session Foellmers Bewerbung ja bereits beim AKV lag, hat er natürlich genau beobachtet. „Er hat mit seinem Hofstaat einen super Job gemacht.“ Er wolle natürlich ebenfalls Stimmung verbreiten, aber auch andere Schwerpunkte setzen. „Wir wollen den Aachener Jecken einen Mix aus Party und traditionellem Karneval bieten“, kündigt er an. Ohne Party gehe es heute nicht mehr, aber die alten Öcher Lieder wolle er ebenso anstimmen wie auch nachdenklichere Töne – passend zu seinem Motto. „Wir wollen durch diverse Aktionen, die wir noch etwas geheim halten wollen, den Kindern Anlässe bieten, Karneval zu feiern.“ Denn sie seien die Zukunft des Karnevals und verdienten jede Form der Förderung. Entsprechende Benefizaktionen zugunsten des Aachener Klenkes Komitees, das sich für sozial benachteiligte Kinder und Kinder mit Behinderung einsetzt und für das sich Michael Foellmer seit Jahren schon engagiert, seien bereits geplant.

Auch das Thema Nachhaltigkeit und Naturschutz wolle er eine besondere Aktion ins Leben rufen, die er zu einem späteren Zeitpunkt noch vorstellen möchte. „Denn die Naturereignisse der letzten Jahre haben gezeigt, dass es wahnsinnig wichtig ist, unsere Natur zu schützen, um weitere Umweltkatastrophen zu verhindern.“

Ungewöhnlich ernste Töne für einen künftigen Karnevalsprinzen. Doch Werner Pfeil beruhigt die Jecken: Michael Foellmer, der selbst Klavier spielt, werde natürlich auch singen. „Und er holt sich dazu Unterstützung von ganz vielen unterschiedlichen Künstlern.“ Der AKV-Präsident ist überzeugt: „Mit unserem künftigen Prinzen Mike I. steckt ordentlich Musik in der kommenden Session.“

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