Neuer Börjerwehr-Kommandant darf zufrieden sein

Von: Peter Langohr
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Das Karlsjahr ist auch bei der Großen Sitzung der Oecher Börjerwehr allgegenwärtig. Unter dem Motto „Börjerwehr än Kejser Karl rocke d‘r Öcher Karneval“ tritt auch der Große Kaiser selbst auf der Bühne des Europasaals im Eurogress auf. Foto: Martin Ratajczak
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Mit Blumen für Marina Schillings aus den Händen des neuen Kommandanten Michael Hommelsheim gedenkt die Oecher Börjerwehr ihres im vergangenen Jahr verstorbenen langjährigen Chefs Willi Schillings.

Aachen. Die Fußstapfen, in die Michael Hommelsheim als Nachfolger des allzu früh verstorbenen Börjerwehr-Kommandanten Willi Schillings treten musste, waren in der Tat riesig. Doch der neue Kommandant meisterte die schwere Aufgabe bei der Großen Sitzung der Oecher Börjerwehr am Freitagabend im Eurogress souverän und erfrischend locker.

Dabei halfen ihm ein ausgewogenes Programm, in dem sich Wort, Tanz und Musik in idealer Weise die Waage hielten, und ein fantastisches Publikum mit der nicht mehr selbstverständlichen Gabe innerhalb von Sekunden „von null auf hundert“ zu sein, aber auch am späten Abend noch einem Büttenredner konzentriert zuhören zu können.

Wie immer, wenn die Stadtwache Oecher Börjerwehr zur Großen Sitzung ruft, war der Europasaal des Eurogress komplett besetzt. Dass in Aachen das Karlsjahr läuft, konnte man bei den Gästen der Börjerwehr ohne weiteres erkennen, denn so viele gekrönte Häupter wie in diesem Jahr waren noch nie zu sehen. Das passte natürlich prächtig zum Sessions-Motto der Stadtwache: „Börjerwehr än Kejser Karl rocke d‘r Öcher Karneval“.

Klar, dass das Thema auch in der Motto-Show der Börjerwehr aufgegriffen wurde. Die Soldaten der Stadtwache, die Waschweiber und die junge Tanzgruppe der „Jeck Black Yellows“ zeigten im fantasievollen Bühnenbild mit Motiven aus Dom- und Rathausarchitektur in etlichen Tanzszenen, wie man sich das Leben am Hofe Karls des Großen vorzustellen hat.

Dazu gab es Livemusik vom Musikzug der Stadtwache, der die Truppe nicht nur in den Saal gespielt hatte, sondern auch als Sitzungskapelle reichlich zu tun hatte. Nicht vergessen werden darf der anspruchsvolle, schmissige Tanz, mit dem die Börjerwehr-Marketenderin Nana Mikisch das närrische Publikum verzauberte.

Das AKV-Ballett eröffnete den Reigen der Darbietungen, die nicht aus den Reihen der Börjerwehr kamen. „Et Hühldöppe“ alias Werner Heck aus Büttgenbach, erklärte hochwissenschaftlich, warum es keinen Osterhasen geben kann. Josef, Jupp und Jüppchen erinnerten sich an den Anfang ihrer Karriere vor 30 Jahren in Mützenich und Anette Eßer aus Kaldenkirchen berichtete als Achnes Kasulke, der „letzten deutschsprachigen Putzfrau vor der Autobahnausfahrt“, von ihrer Bikini-Diät.

Mit dem Beueler Stadtsoldaten-Korps Rot-Blau marschierte der traditionelle Karneval auf die Bühne, während beim Tanzkorps Kölner Rheinveilchen, das mit 44 Tänzerinnen und Tänzern aufzog, die grazilen Mädels nur so durch die Luft flogen. Die angesagte Band „Hätzblatt“ sorgte mit eigenen Titeln und Coverversionen von bekannten kölschen Liedern und alten Rockballaden für Stimmung, und die „4 Amigos“ sowieso.

Seine Tollität Prinz Bernd I., der mitsamt Prinzengarde und Hofstaat einzog und auch seine Tanzgruppe mitgebracht hatte, fühlte sich in diesem Hexenkessel sichtlich wohl und hatte keinerlei Mühe die Stimmung auf dem Siedepunkt zu halten. Dort blieb sie auch, als „Die jungen Trompeter“ – die Brüder Markus und Peter Rey – für den grandiosen Abschluss einer tollen Börjerwehr-Sitzung sorgten, an deren Ende Kommandant Michael Hommelsheim mit sich und seiner Truppe mehr als zufrieden sein durfte.

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