Aachen - Neue Wirren im Fall Schumag: 700 Menschen bangen um ihre Jobs

Neue Wirren im Fall Schumag: 700 Menschen bangen um ihre Jobs

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Schumag Symbolbild
Das Gelände der Schumag AG in Aachen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Schumag, die nächste Episode: Nach Informationen des Handelsblattes ist am Montag erneut ein großes Aktienpaket des Aachener Präzisionsteileherstellers Schumag verkauft worden - von einem sogenannten Hedgefonds an ein undurchsichtiges Investorenkonsortium um den Schumag-Aufsichtsrat Peter Koschel.

Kompliziert und undurchsichtig: Das sind die Vorgänge vom Montag allemal. Bei dem Aktienpaket, bei dem es um 79 Prozent gehen soll, wie das „Handelsblatt” berichtet, handelt es sich um eine Sicherheit, die der derzeitige Hauptinvestor, die Familie Kazinakis aus Berlin, an einen der Finanzierer ihres Schumagkaufs verpfändet haben soll.

Da die Zinsbedingungen „Wucher” gewesen sein sollen (O-Ton Kazinakis), sei es zu Zahlungsausfällen gekommen. Die habe der Finanzierer als Anlass genommen, das Aktienpaket zu versteigern - was am Montag zumindest versucht worden ist.

Denn ob die Transaktion gültig ist, sei vorläufig dahingestellt, Kazinakis hatte bei einem Gericht in Frankfurt einen Antrag auf Erlass einer einstweilligen Verfügung gestellt, dem stattgegeben worden sei.

Bis zur Klärung des Sachverhaltes will nun der Betriebsrat von Schumag den bereits beschlossenen Sanierungstarifverträgen nicht zustimmen. In der Zwischenzeit bangen die etwa 700 Mitarbeiter der Firma jedoch weiterhin um ihre Jobs.

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