Neue Wege zum neuen Stadion

Von: Holger Richter
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Aachen. Sollübererfüllung nennt man das wohl. „6730 Stellplätze waren nach dem Ordnungsrecht für den neuen Tivoli gefordert, wir bieten 7500 Stellplätze für Autofahrer an”, sagt Herbert Sliwinski.

Gemeinsam mit seinen Kollegen der Aseag und Vertretern der Stadt hat der technische Leiter der Aachener Parkhaus AG (Apag) am Donnerstag das Park- und Verkehrskonzept für das neue Stadion der Alemannia vorgestellt. Und das sieht neben ausreichenden Parkplätzen für Autofahrer auch die Anbindung des Sportpark Soers an die Buslinien der Aseag sowie den Schutz der Anwohner und Gewerbetreibenden rund um die Krefelder Straße vor.

Die 7500 Stellplätze hat die Apag auf elf Parkplätze verteilt, inklusive dem Parkplatz an der Discothek Starfish und dem Parkhaus hinter dem neuen Tivoli. Und dabei geht Herbert Sliwinski nach dem Motto „Je näher, desto teurer” vor: „Nach der Entfernung der Parkplätze zum Stadion richtet sich die Parkgebühr”, sagt er, „aber weiter als zwölf bis 14 Gehminuten vom Tivoli entfernt ist keine Stellfläche.”

Von den 1200 Stellplätzen im neuen Tivoli-Parkhaus bewirtschaftet die Apag übrigens 150, die übrigen benötigt die Alemannia für Mitarbeiter, Partner und Journalisten.

Zu den Aufgaben der Apag gehört aber noch mehr als der Verkauf der Stellflächen. „Wir beschützen auch Parkplätze”, berichtet Sliwinski, und zwar die der Gewerbetreibenden an der Krefelder Straße. „Bei Spielen an einem Wochentag sollen diese Parkplätze den Kunden der Geschäfte vorbehalten bleiben, und dafür werden wir sorgen”, erklärt er. Dafür dürfe die Apag im Gegenzug die Parkplätze der in der Grafik blau markierten Firmen bei einem Sonntagsspiel der Alemannia nutzen.

Drei Anwohnerschutzzonen

Schutzaufgaben übernimmt auch die Stadt Aachen, sie schützt „die Anwohner vor dem Parksuchverkehr”, erklärt Christiane Gastmann. Dazu würden drei Anwohnerschutzzonen (Emmastraße/Weberhof/Am Tivoli; Karolingerstraße/Am Wolf/Lotharstraße; Alkuinstraße/Normannenstraße/Eginhardstraße) eingerichtet, die ab drei Stunden vor Anpfiff bis eine Stunde danach nur von Anwohnern über eine bestimmte Schleuse befahren werden dürfen.

„Dieses System wollen wir zunächst für sechs Monate testen und dann schauen, ob und wie wir es verändern müssen”, kündigt die Leiterin des städtischen Fachbereiches Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen an.

Die Aseag hat ihr Shuttle-Konzept zum und vom Tivoli verglichen mit dem alten Stadion bereits verändert. „Der neue Tivoli ist größer, deshalb setzen wir statt 25 künftig bis zu 40 Gelenkbusse ein, die die Fans zur Alemannia bringen und nach dem Spiel wieder nach Hause”, erklärt der Leiter der Verkehrsplanung, Sander Lutterbach.

Und neben neuer umsteigefreier Linienführung aus den Nachbarstädten sowie einer erhöhter Taktzahl bei den Shuttles sowohl aus der Innenstadt (C-Shuttle) als auch aus Alsdorf und Würselen (Linie 51) sei natürlich auch das Ziel ein neues: „Der Sportpark Soers mit insgesamt acht Haltestellen entlang der Krefelder Straße und zwei an der Albert-Servais-Allee.”

Parktickets gibt´s auch im Vorverkauf

Die Apag verlangt für die Parkplätze P3,P7, P8, P9 und Starfish drei Euro pro Spiel. Die übrigen Stellflächen, die näher am Stadion liegen, kosten fünf Euro.

Beim ersten Saisonspiel am Montag, 17. August, werden die günstigeren Parkplätze als Schnupperangebot kostenlos angeboten, die übrigen kosten einen Euro.

Sondertarife gibt es für das Tivoli-Parkhaus und den VIP-Parkplatz P6a. Im Parkhaus kostet ein Stellplatz 15 Euro pro Spiel, auf P6a zehn Euro. Die rund 150 Stellplätze im Parkhaus sind ausschließlich im Vorverkauf erhältlich.

Ein Vorverkauf wird auch noch für den Stellplatz P1 angeboten.

Für drei Stellflächen gibt es ein Saisonticket für alle 17 Ligaspiele der Alemannia. Auf P1 kostet es 75 Euro, auf P6a 150 Euro und im Tivoli-Parkhaus schlägt die Dauerparkkarte mit 225 Euro zu Buche.

Infos zum Saisonticket und zum Vorverkauf gibt´s unter 0241/16885555 oder per E-Mail an ticket@apag.de.

Alle Informationen zum Parken und zu den Buslinien sind auf zwei Faltblättern zusammengefasst, die in den Aseag-Bussen und den Alemannia-Fanshops ausliegen.
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