Neue VHS-Direktorin Beate Blüggel: „Bildung ist meine Leidenschaft"

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Aachen. Die neue Chefin der Aachener Volkshochschule (VHS) „fühlt sich schon sehr angekommen“ in ihrer neuen beruflichen Heimat. Am Montag hat die promovierte Westfälin Beate Blüggel ihren Dienst angetreten.

Der Rat hatte Ende Mai im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung sein einstimmiges Votum für sie als Nachfolgerin von Werner Niepenberg abgegeben. Ex-Direktor Niepenberg war Ende Januar in den Ruhestand verabschiedet worden und wurde seitdem kommissarisch von Winfried Casteel vertreten.

Kurz vor dem Ratsentscheid wollten mehrere VHS-Mitarbeiter das Auswahlverfahren torpedieren und Interimschef Casteel an die VHS-Spitze hieven. Er war als interner Bewerber um die Leitungsposition unterlegen. „Diesen Vorgang habe ich gelassen zur Kenntnis genommen“, sagt die 53-Jährige.

Mit ihrem Stellvertreter Casteel habe sie bereits gute Gespräche geführt: „Wir verstehen uns sehr gut. Ich habe die Aktion nicht als Angriff auf meine Person interpretiert, sondern vielmehr als einen kollegialen Akt der Solidarität.“

„Bildung ist meine Leidenschaft“, sagt Beate Blüggel. Sie hat Anglistik, Germanistik und Pädagogik in Münster sowie Theaterwissenschaften im britischen Warwick studiert. Schon während ihres Studiums unterrichtete sie Englisch an der VHS.

Nach einem kurzen Ausflug auf journalistisches Terrain als Redakteurin beim ZDF (1991 bis 1993) landete sie zunächst als Fachbereichsleiterin bei der Kreisvolkshochschule Vogelsberg und anschließend bei der VHS Köln. Nach einem Engagement beim Deutschen Volkshochschul-Verband übernahm sie 2008 die Geschäftsführung des „Zentrums für Mehrsprachigkeit und Integration“ in Köln und 2009 die Leitung der „Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien“.

Seit dem 1. September ist sie nun die neue VHS-Direktorin in Aachen: „Ich hoffe schon, dass ich diese Aufgabe in den nächsten 15 Jahren ausüben kann, denn ich bin gekommen, um zu bleiben.“ Bei der ihrer Auffassung nach „exzellent aufgestellten VHS“ will sie „nicht alles umkrempeln“, sondern sich besonders für das „Menschenrecht auf Bildung“ einsetzen.

Die VHS soll breite Angebote für alle machen, sowohl für diejenigen, die wie auch immer benachteiligt sind als auch für bildungsnahe Schichten. „Wir bieten viele Kurse an, das neue Programmheft liegt vor und die Anmeldefrist läuft schon“, sagt sie mit Blick auf den offiziellen Semesterbeginn am 16. September.

Welchen Kurs würde sie jetzt selbst belegen? „Wenn sich noch einige Mitstreiter und Mitstreiterinnen finden: Öcher Platt für Anfänger.“

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