Aachen - Neue Tribüne: Erste Karten sind schon verkauft

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Neue Tribüne: Erste Karten sind schon verkauft

Von: Holger Richter
Letzte Aktualisierung:
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Die Bodenplatte ist fertig, nun kann die neue Osttribüne des Dressurstadions in der Soers in die Höhe wachsen. Mit ihr wächst das Fassungsvermögen der Arena auf 6200 Plätze. Foto: Harald Krömer
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Gemeinsam mit „Bürohund Aron“ seiner Vorstandskollegin Helen Rombach-Schwartz inspiziert ALRV-Vorstand Frank Kempermann die Baustelle im Dressurstadion.

Aachen. Eine Dressurprüfung über Gräben und Wälle? Etwas anderes wäre im Dressurstadion in der Aachener Soers derzeit wohl nicht möglich. Denn dort, wo alljährlich die weltbesten Dressurreiter und -pferde ihre CHIO-Sieger ermitteln, türmt sich derzeit der Schotter meterhoch. Kein Wunder, denn an der bislang offenen Ostseite des Stadions entsteht seit Mitte Juli die neue Tribüne mit 1200 Sitzplätzen und neuen Funktionsräumen.

„Wir liegen so gut wie im Zeitplan“, sagt Frank Kemperman bei einem Rundgang über die Baustelle. Einige Tage sei man zwar im Rückstand, räumt der Vorstandsvorsitzende des Aachen-Laurensberger Rennvereins ein, aber: „Wir sind rechtzeitig zum CHIO 2014 fertig“, kündigt er an.

Josef Schölkens nickt bei diesen Worten. Der Polier, der mit seinem Team der ausführenden Baufirmen Florack sowie Derichs und Konertz den Entwurf des Aachener Architektenbüros Kada-Wittfeld in der Soers umsetzt, ist gerade dabei, die Vorbereitungen für die Schottenwände zu treffen, die in den nächsten vier Wochen vor Ort in Beton gegossen werden.

„Darauf werden anschließend die Fertigteile des Tribünenaufbaus montiert“, erzählt er. Eine Winterpause hat er nicht geplant. „Wir bauen so lange, wie es das Wetter zulässt“, verspricht er.

Bodenplatte ist gegossen

In der vergangenen Woche hatte Schölkens Team noch die Bodenplatte gegossen. Davor wurde die Pfahlgründung vorgenommen. Wegen des sandigen Untergrunds in der Soers haben die Arbeiter 32 Pfähle bis zu 14 Meter tief ins Erdreich gebohrt.

Auf das Verb „bohren“ legt man beim ALRV übrigens großen Wert, denn das geht wesentlich leiser vonstatten als die zweite Möglichkeit der Pfahlgründung, das Rammen. Letzteres kam beim benachbarten neuen Tivoli zum Einsatz. Kemperman und Co. dröhnen heute noch die Ohren.

Mit einem Ohrenschmaus ganz anderer Art soll indes die neue Tribüne der Öffentlichkeit präsentiert werden. „Wir werden sie beim Konzert Pferd & Sinfonie eröffnen“, sagt der Niederländer. Erste Überlegungen für den Festakt zum CHIO-Auftakt am Samstag, 12. Juli 2014, gebe es schon. „Und die ersten Karten“, so Kemperman, „sind auch schon verkauft“ – und zwar für Pferd & Sinfonie und für die neue Tribüne. Im Internet kann virtuell unter www.chioaachen.de die neue rund drei Millionen Euro teure Tribüne schon in voller Pracht bewundern werden.

Die Arbeiten in der Soers werden übrigens auch im ostbayrischen Kreuth beobachtet. Denn dort ermitteln die deutschen Westernreiter in dieser Woche ihre internationalen Meister. Das machen sie seit rund drei Jahrzehnten eigentlich in Aachen, mussten aber in diesem Jahr den Bauarbeiten weichen.

„Der Umzug ist uns schwergefallen“, sagt Julia Großmann von der Deutschen Quarter Horse Association (DQHA), Aachen sei immer ein Höhepunkt im Kalender der Westernreiter. Kein Wunder also, dass sie wiederkommen wollen. „Wir sind immer gerne in Aachen gewesen und freuen uns schon auf 2014.“

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