Neue Seite im Internet informiert über Pflegekinder

Von: Lee Beck
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Aachen. Ein Pflegekind langfristig in die eigene Familie aufzunehmen, ist zwar ein großer Schritt, aber auch ein beglückender. Die Kinder haben oft Traurigkeit erlebt und sollen deswegen ein möglichst positives Umfeld – mit Liebe, Geborgenheit, Zuneigung und Geduld – erfahren.

Aktuell sind in der Stadt Aachen 210 Pflegekinder in 172 Familien untergebracht. Im Jahr 2013 hatte die Stadt neun Vermittlungsanfragen. Das sind unterdurchschnittlich viele.

Die Stadt Aachen und das Jugendamt sind bei der Unterbringung der Kinder auf interessierte Familien angewiesen. Um ihnen den Einstieg in das Thema zu erleichtern und sie mit den Hintergründen und den Anforderungen als Pflegefamilie vertraut zu machen, hat die Stadt Aachen jetzt eine eigene Website eingerichtet: www.aachen.de/pflegekinderdienst.

Fest steht, alle Familienformen - ob klassisch, alleinstehend oder eingeschlechtliche Paare – kommen grundsätzlich als Pflegefamilien in Frage. Allerdings sollte bei der Langzeitpflege der Altersunterschied zwischen Kind und Eltern maximal 40 Jahre betragen und die Familie wirtschaftlich unabhängig sein, wie Brigitte Büngeler-Schultheis, zuständige Teamleiterin, erklärt. Trotzdem werden sie finanziell vom Jugendamt unterstützt und müssen die gesamten Kosten nicht alleine tragen.

Die Website soll Fragen wie „Was ist der Pflegedienst?“, „Was muss ich können und was kommt da mit einem Pflegekind auf mich zu?“, beantworten.

Erste Erfahrungsberichte geben ganz persönliche Informationen von Familien, die ein Pflegekind aufgenommen haben. „Die Website soll die Familien in den Bann ziehen und sie begeistern“, sagt Susanne Schwier, Dezernentin des Fachbereichs Bildung und Kultur, Kinder, Jugend und Schule.

Auch jüngere Leute sollen über das Medium Internet angesprochen werden, denn wenn man etwas wissen wolle, dann gehe man heute zuerst ins Internet, betont Björn Gürtler, Presseamt der Stadt Aachen.

Im Idealfall ist es eine Entscheidung für das Leben, wenn man ein Pflegekind aufnimmt, denn die Kinder sollen mindestens bis zur Volljährigkeit eventuell aber auch darüber hinaus in ihren Pflegefamilien bleiben.

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